Eine Sprecherin des chinesischen Kulturministeriums wollte sich nicht zu dem Verdacht äußern, dass "Chinese Democracy" Opfer der Internet-Zensur sei. "Ich weiß nichts von einem Verbot. Möglicherweise ist das nur ein Gerücht", sagte sie.
Auf MySpace waren die 14 Titel des neuen Albums immerhin zu hören, und auch Blogger konnten ungehindert ihre Eindrücke weitergeben. Allerdings ging es dabei weniger über die auch in der westlichen Kritik umstrittene musikalische Qualität von "Chinese Democracy" als vielmehr um die politische Aussage. Ein Hardrock-Fan aus Guangzhou beklagte sich über den "verächtlichen und verständnislosen Blick" der Gruppe auf das Land; ein anderer aus Guiyang rief dazu auf, das Album nicht allein wegen des Titels abzulehnen, sondern sich Texte und Musik anzuhören und dann "darüber nachzudenken".
Ein Nutzer aus Peking wies lapidar darauf hin, dass die US-Gruppe Green Day ungehindert ein Album mit dem Titel "American Idiot" veröffentlichen konnte. "Sollte aber eine Band 'Chinese Idiot' spielen wollen, wären unsere Patrioten empört", schrieb er in seinem Blog.
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