Noch Anfang Mai war ein Kaufangebot von Microsoft für Yahoo gescheitert, weil Yang in den wochenlangen Verhandlungen einen höheren Kaufpreis verlangt hatte. Microsoft bot erst 31, dann 33 Dollar je Yahoo-Aktie. Das entsprach damals einem Wert von 47,5 Milliarden Dollar (36,9 Milliarden Euro). Der Verwaltungsrat von Yahoo forderte aber mindestens 37 Dollar pro Aktie oder 53 Milliarden Dollar.
Der Software-Marktführer machte am Freitag allerdings unmissverständlich klar, nicht an einer Übernahme interessiert zu sein. Der weltgrößte Softwarekonzern werde kein weiteres Übernahmeangebot abgeben, erklärte Microsoft-Chef Steve Ballmer auf einer Konferenz im australischen Sydney. Eine Art von Partnerschaft schloss Ballmer dagegen nicht aus. Ursprünglich wollte Microsoft mit der Übernahme bei Online-Werbung zum Suchmaschinenspezialisten Google aufschließen, der mit weitem Abstand den Markt anführt.
Am Mittwoch hatten Google und Yahoo das Ende ihrer von den Kartellwächtern kritisch beäugten Werbepartnerschaft bekannt gegeben. Yahoo wollte mit dieser Zusammenarbeit seine wirtschaftliche Basis verstärken. Das Ende des Projekts setzt Yahoo nun wieder verstärkt unter Druck.
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