Es kommt doch auf die Größe an – zumindest bei Festplatten. Doch da wird – ebenso wie in anderen Bereichen – gerne ordentlich aufgerundet. Eine Sammelklage soll die Hersteller der Harddisks dazu zwingen bei ihrer Speicher-Potenz nicht mehr zu schummeln.
Der absichtliche Rechenfehler, der die Plattengrößer erscheinen lässt, ist auf das Binärsystem(Computer rechnen nur mit 0 und 1) zurückzuführen: EinKilobyte hat nämlich nicht 1000 (griechisch "Kilo"), sondern1024 Byte. Während dieser kleine Rechenfehler bei kleinerenFestplatten kaum ins Gewicht gefallen ist, wird die falsche Angabebei den heutigen Festplattengrößen zum Betrugsfall:Eine 20 GB-Festplatte fasst in Wirklichkeit nur 18,6 GB an Daten,auf eine 150-GByte-Platte passen nur 140 GB. Eine Differenz von10GB - das tut weh! Immerhin entspricht das 2.000 MP3s oder 20.000hochauflösenden Bildern.
Daher soll eine Sammelklage von Verbraucher-Vertretern,die im Bundesstaat Kalifornien eingereicht wurde, Schluss mitdem übertriebenen Aufrunden machen. Angeklagt sind acht großeHardware-Hersteller, darunter Apple, Dell, HP, Sony und Toshiba.Wenn also künftig Festplatten wieder kleiner werden, dannliegt es wahrscheinlich nur daran, dass die Hersteller nur mehrdie wahren Größen angeben.
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