08.09.2003 16:48 |

Ars Electronica 2003

In Linz dreht sich alles um Codes

Seit 1979 steht die Ars Electronica für die modernste Form der Kunst: Elektronische Experimente, Bilder und virtuelle Welten. Das heurige Festivals steht unter dem Motto „CODE-The Language of Our Time“. Spezialisten auf dem Gebiet der Medienkunst diskutieren in Symposien die aktuellen Entwicklungen und International renommierte Künstler zeigen ihre elektronischen Kunstwerke.
Codes sind ein Merkmal unserer modernen Zeit.Sie durchdringen alle unsere Lebensbereiche - Internet, Medienoder Biogenetik. Besonders fasizinierend ist die Frage, ob manKunst überhaupt programmieren kann und Software Kunst seinkann. Das Festival ARS ELECTRONICA 2003 setzt sich in Symposien,Ausstellungen, Events und Performances mit diesen Fragestellungenund der Bedeutung von CODE in unserer Gesellschaft auseinander.
 
Elektronische Kunst heute
CODE Exhibitions präsentieren Werke von Medienkünstlernim Zusammenhang mit CODE. Richard Kriesche thematisiert in "Dasuniverselle Datenwerk datenwerk : mensch" die Auswirkungen derEntschlüsselung des genetischen Bauplans des Menschen aufdie Kunst. Casey Reas hingegen arbeitet mit dynamischen, eigenständigreagierenden Systemen. Sein Werk MicroImage besteht aus tausendenMikro-Software-Organismen. Jeder einzelne ist programmiert undreagiert selbständig mit Bewegungen auf Eingreifen des Usersper Maus. Zahlreiche weitere Künstler wie Ben Fry, John Maedaund Roman Verostko präsentieren Werke im Zusammenhang mitCODE. Christiane Paul vom New Yorker Whitney Museum kuratiertmit CODeDOC II eine Ausstellung im Rahmen der ARS ELECTRONICA.
 
Übergroßes Kletter-Keyboard
Unübersehbar ist der "Teleklettergarten", eineüberdimensionale Tastatur am Gebäude der Kunstuniversität,die von Kletterern bedient wird. Die Tastenkombinationen von Programmierbefehlenmüssen geklettert werden und werden durch Berührungenausgelöst werden. Zwei Expertenbereiche - Programmieren undKlettern - arbeiten zusammen. Die Dauer des Kletterns an der Fassadebringt eine zeitliche Verzögerung in den sonst so unsichtbarschnellen Vorgang des Programmierens.
 
Elektro-Musik
Auch die elektronischen Konzerte werden visualisiert:Das Stück "Principles of Indeterminism", das im Brucknerhausuraufgeführt wird, wird großflächig auf das benachbarteArcotel projiziert. Bei der "Messa di Voce" verwenden zwei Stimmkünstlerein neuartiges "Instrument". Jede Nuance ihres Gesangs wird aufgenommenund in grafische 3D-Objekte verwandelt, die im Raum überund neben ihnen schweben. Mit diesen Objekten können dieSänger spielen, sie durch den Raum schieben oder zusammenpressen- was die akustische Wiedergabe der Grafiken verändert.
 
Tipps von Krone.at
Auf keinen Fall versäumen sollte man im ArsElectronica Center die geniale Flug-Simulation "Humphrey II",die eben erst eröffnet wurde. In einem speziellen Anzug wirdman an die Decke gehängt uns fliegt dank einer 3D-Brillewie Superman durch Linz. Ein Highlight ist sicher auch der "Cave"im Untergeschoß des Centers: Eine 3D-Welt, in die man selbsteinsteigen kann und mit der man interagiert. Das Ars ElectronicaCenter íst auch außerhalb des AEC-Festivals geöffnet.
 
 
 
 
Quelle: SabineStarmayr
Samstag, 15. Mai 2021
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