Auktionsplattform

Austro-Startup lässt Preise purzeln

Web
11.03.2010 11:51
Üblicherweise erhöht sich bei Versteigerungen mit jeder Bieterrunde der Preis - nicht so beim neuen österreichischen Start-up "Sqeeza". Hier gilt das umgekehrte Prinzip - der Kunden schlägt zu, wenn er glaubt, der Preis ist schon recht niedrig und beim weiteren Zuwarten bestehe die Gefahr, dass ein anderer kauft.

Der Händler bekommt einen vorher mit "Sqeeza" (siehe Infobox) ausverhandelten Fixpreis, die Auktionsplattform erhält eine Provision, die sich aus dem Differenzbetrag von Listenpreis und Fixpreis errechnet. Das Geld dafür kommt von den Guthabenkonten der Kunden, die sich Minutenguthaben für die Auktion kaufen müssen. Der User kann zwischen Zeitguthaben von fünf bis 50 Minuten wählen. Eine Grundgebühr oder Anmeldekosten gibt es nicht.

Für Co-Geschäftsführer Karl Wegerer sind bei dieser Online-Auktionsform alle Beteiligten Gewinner: Der Kunde, weil der Preis pro User und pro Versteigerungsminute um 70 Cent gesenkt wird, der Händler, weil er ein Fixeinkommen hat, und letztendlich auch die Auktionsplattform. Zum Start am Freitag kooperieren vorerst fünf Auto- und Motorradhändler sowie drei Anbieter von Freizeit- und Elektroangeboten mit der Website. 

Um eine faire Auktion zu gewährleisten, gibt es eine Mindestanzahl von Teilnehmern pro Versteigerung. Sobald die Auktion beginnt kann der Nutzer nach Belieben ein- und aussteigen. "Bei einem 14.000 Euro teuren Auto etwa fällt der Preis bei 800 Teilnehmern nach zehn Minuten auf 8.400 Euro und nach weiteren zehn Minuten auf 2.800 Euro", so Wegerer.

In den ersten drei Monaten sollen zwei bis drei Auktionen pro Tag stattfinden. Im Laufe des ersten Halbjahres soll sich die Auktionsanzahl kontinuierlich steigern. Angeboten werden ausschließlich neue Produkte, bezahlt wird über Kreditkarte, paybox oder PayPal.

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