Verantwortlich für die Studie zeigte sich Mitja Back, der die rund 600 E-Mail-Adressen insgesamt 100 Testpersonen vorlegte und nur anhand der Namen auf Persönlichkeitsmerkmale hin bewerten ließ. Zuvor hatte der Psychologe mit seinem Team per Fragebogen die Persönlichkeitseigenschaften der E-Mail-Absender ermitteln lassen. Das Ergebnis: Ein Großteil der Adressen-Besitzer sieht sich genauso, wie von den 100 befragten Testpersonen eingeschätzt. "Die Stereotypen wurden bestätigt", so Back.
E-Mail-Adressen, die Tiernamen oder Verniedlichungen beinhalten, stehen demnach für gutmütige Menschen, Wörter wie "king" oder "the best" zeugen von Selbstbewusstsein und freizügige Adressen werden meist von narzisstischen Personen verwendet. Wer hingegen einen Fantasienamen wie "honey.bunny" für seine E-Mail-Adresse wählt, wird Back zufolge eher als offen eingeschätzt – und sieht sich auch selbst so. Korrekte oder gar penible Menschen geben hingegen ihren echten Vor- und Nachnamen an und trennen diese meist mit einem Punkt oder Unterstrich.
Auch die Wahl des Providers verrät den Leipziger Psychologen zufolge etwas über den Charakter des Absenders. So seien Menschen, deren Adresse mit "@t-online" endet, eher pflichtbewusst, "Hotmail"-Nutzer hingegen offen für Neues, aber auch beeinflussbar. E-Mail-Schreiber mit einer ".com"-Domain würden zudem als weniger gewissenhaft eingeschätzt als Nutzer mit einer ".de"-Domain.
Der Ratschlag der Psychologen daher: Da die E-Mail-Adresse der einzige Anhaltspunkt sei, um einen Eindruck vom Anderen zu gewinnen, sollte der Name mit Bedacht gewählt werden.
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