„Das ist eindeutig Betrug“, konstatiert Patrik Runald von F-Secure. Und dazu noch ziemlich plump: Mac Sweeper meldet nämlich lustigerweise auch dann Fehler im System, wenn die Webseite von einem Windows- oder Linux-System aus besucht wird. „Der Fehler, auf den hingewiesen wird, könnte jedoch ausschließlich bei Max OS auftreten“, so Runald.
Klickt der User den Link an, um die betroffene Datei oder die unerwünschte Spyware zu entfernen, so wird er aufgefordert, ein Abonnement des Produktes für rund 40 Dollar zu kaufen. Des Weiteren weist der Experte auf die dubiose Unternehmensbeschreibung des Herstellers hin. Diese sei die exakte Kopie der Unternehmensinformation, wie sie auf der Homepage des Sicherheitsriesen Symantec zu finden ist.
Welle an Mac-Malware im Anrollen?
Mac Sweeper ist das erste Tool in der Geschichte von Internetbetrügereien, das speziell Mac-User als Ziel hat. Das weist darauf hin, dass die Apple-Plattform bereits die kritische Masse erreicht habe, um für Cyberkriminelle interessant zu werden, folgert Runald. „Fünf Prozent Marktanteil ist zwar gut, aber die Gründe liegen eher im Profil des Klientels“, meint Josef Pichlmayr, Geschäftsführer von Ikarus Software. Aufgrund der hochpreisigen Geräte, gäbe es anscheinend bei diesem Personenkreis finanziell mehr zu holen.
„Das Aufrauchen des ersten Programms, das eindeutig auf Mac-User zielt, bedeutet nun jedoch nicht, dass die Apple-Systeme ab jetzt unsicher werden. Allerdings werden sie sich auch auf Tricks einstellen müssen, die Windows-User bereits zur Genüge kennen“, so Pichlmayr. Er rechnet für die nächste Zeit nicht mit einem großen Anstieg an Mac-Schadsoftware.
„Einige Felder in der Web-Security betreffen Mac-Nutzer ohnehin bereits jetzt. Spam und Phishing beispielsweise machen vor einem Apple-Gerät nicht halt“, so der Sicherheitsexperte. Vor Trojanern, Viren und Spyware werden sich Besitzer von Macs jedoch noch einige Zeit sicher fühlen können.
Quelle: pte









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