Licht-Revolution

Durchsichtige OLEDs bald als leuchtende Wände

Elektronik
14.12.2007 16:08
Die Halbleitersparte des Leuchtmittelherstellers Osram hat weiße OLEDs („Organic Light Emitting Diode“) entwickelt, die sowohl im aus - wie im eingeschalteten Zustand transparent sind. Damit ist es möglich, Trennwände zu bauen, die tagsüber durchsichtig sind, abends jedoch ein angenehmes, diffuses Licht spenden. Der erste OLED-Prototyp schafft eine Helligkeit von 1.000 Candela pro Quadratmeter und 20 Lumen pro Watt. Zum Vergleich: Eine Glühlampe erreicht je nach Stärke eine maximal Lichtausbeute von 12 bis 15 Lumen pro Watt.

Die OLED-Lichtkachel leuchtet auf einer Fläche von fast 90 Quadratzentimetern. Die Transparenz der OLED liegt derzeit bei 55 Prozent (in etwa wie bei einer Sonnenbrille). Osram will sie im Rahmen der weiteren Entwicklungsaktivitäten noch auf bis zu 75 Prozent erhöhen. Die Flächenlichtquelle in Möbeln kann auch konfiguriert werden, so dass Licht nur in die gewünschte Richtung strahlt. 

OLEDs werden sowohl am Markt für Elektronikgeräte als auch für Beleuchtungskörper als Hoffnungsträger gesehen. Derzeit sind die Produkte noch relativ teuer, die Industrie arbeitet an günstigeren Produktionsmethoden. In einigen Jahren sollen Glühbirnen und Leuchtstoffröhren von OLEDs abgelöst werden. Osram betrachtet OLEDs jedoch auch als Komplementärlösung zu bereits vorhandenen Lichtquellen. Sie würden vollkommen neue Anwendungsmöglichkeiten am Beleuchtungsmarkt eröffnen. Architekten und Designer verwenden die Technologie bereits jetzt, um kreative Ideen umzusetzen. (pte)

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