Do, 18. Oktober 2018

Enorme Wassermassen

24.07.2017 21:42

"Land unter" nach heftigen Regenfällen

Hektisch begann die neue Woche für Kärntens Einsatzkräfte: Vor allem die Feuerwehren standen nach sintflutartigen Regenfällen im Dauereinsatz. In einigen Teilen Kärntens hieß es "Land unter", nachdem die Böden und Kanäle die enormen Wassermassen nicht mehr aufnehmen hatten können. In Klagenfurt stand der Campingplatz beim Strandbad unter Wasser.

In Klagenfurt musste die Feuerwehr zum Kindergarten in Viktring ausrücken. "Ein Gulli saugte nicht mehr richtig ab, das Wasser staute sich und schwappte durch ein Lüftungsfenster in den Keller", erklärte Michael Strobl, Kommandant-Stellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr. Sie hat das Wasser abpumpen müssen.

Wenige Kilometer weiter - im Strandbad Klagenfurt - ging es etwas hektischer zu: Dort standen der Parkplatz sowie Straßen und ein Teil des Campingplatzes unter Wasser. Die meisten Urlauber nahmen diese Mini-Sintflut aber mit Humor. "Es ist unser erster Tag, aber der Regen macht uns nichts aus. Die Kinder haben Spaß im Hochwasser", scherzte ein Familienvater aus Polen.

Tycho, ein 15-jähriger Niederländer, machte das Beste aus dem Unwetter, schnappte sich seine Luftmatratze und drehte eine Runde auf der überschwemmten Straße.

Das fanden auch die Blauröcke vor Ort lustig. "Wir haben die Situation unter Kontrolle. Das passiert immer wieder. Das Wasser wird jetzt abgepumpt. Für diese Arbeit braucht man allerdings Geduld", berichtete Bezirkskommandant-Stellvertreter Lukas Arnold.

Geflutete Keller und überschwemmte Straßen gab es am Montag auch im Bezirk St. Veit und wieder einmal im Lavanttal. Mehr als 80 Einsätze hielten die Feuerwehren in diesen Regionen auf Trab. Die Zuflüsse der Lavant führten Hochwasser, und auch die Lavant drohteüber die Ufer zu treten.

Aufgrund der enormen Wassermengen, die binnen weniger Stunden auf Kärnten niederprasselten, kam es in einigen Gemeinden auch zu Verklausungen und Murenabgängen.

Im Bezirk St. Veit mussten kurzfristig auch einige Straßen gesperrt werden. Laut Polizei gab es zum Glück keine Verletzten.

Clara Milena Steiner, Kärntner Krone

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