#mituns

ORF-Redakteure starten zweite Protestwelle

Innenpolitik
07.05.2026 13:00

Heute starten die Redakteure des ORF eine zweite Protestwelle. Nach der #nichtmituns-Aktion in sozialen Medien heißt es jetzt #mituns. Es gibt dazu eine neue Webseite.

Gefordert wird „Durchgreifen statt Wegschauen“ und „Konsequenzen bei Machtmissbrauch“. Es sei eine Frage der Unternehmenskultur, dass Mitarbeiter Missstände ansprechen können, ohne Angst vor Nachteilen haben zu müssen. „In der Vergangenheit wurde unser Vertrauen in den Schutz vor Machtmissbrauch massiv erschüttert, da selbst offenkundiges Fehlverhalten häufig ohne Konsequenzen geblieben ist“, so die Redakteure.

Konsequenzen bei Fehlverhalten
Sie fordern wirksame Verfahren, unabhängige Stellen und eine Geschäftsführung, die Empfehlungen dieser Stellen auch umsetzt, „statt Untersuchungsberichte in Schubladen verschwinden zu lassen“. „Wer Macht missbraucht oder Fehlverhalten deckt, hat die Konsequenzen zu tragen, bis hin zur Beendigung des Dienstverhältnisses“, heißt es in einem Schreiben der Redaktionsvertretung, die den Protest begleitet, aber nicht organisiert. Dieser werde von den Redakteuren selbst getragen.

Die Stiftungsratsspitze aus Schütze und Lederer mit Interimschefin Thurnher
Die Stiftungsratsspitze aus Schütze und Lederer mit Interimschefin Thurnher(Bild: Thomas Ramstorfer)

Der ORF gehöre den Menschen in Österreich, nicht den Parteien. „Der Stiftungsrat muss daher dem öffentlich-rechtlichen Auftrag verpflichtet sein – nicht parteipolitischen Interessen. Dieses Aufsichtsgremium ist jedoch großteils politisch besetzt und organisiert sich in parteipolitischen Freundeskreisen. Solange die Geschäftsführung von parteipolitisch geprägten Mehrheiten bestellt wird, ist sie von der Politik abhängig.“

Die Redakteure fordern ein Aufsichtsgremium aus unabhängigen, anerkannten Experten. Die Direktoren sollen von ihnen in geheimer Wahl mit qualifizierter Mehrheit bestellt werden. Einmal kritisiert werden die Luxusgagen vieler ORF-Manager. Es sei unverständlich, „wenn sich einige Wenige unerklärliche Verträge aushandeln, die in keinem Verhältnis zu ihrem Verantwortungsbereich stehen und gleichzeitig viele unter prekären Bedingungen arbeiten müssen“.

Führungsfunktionen sollen künftig ausschließlich nach Leistung und Kompetenz vergeben werden. „Die beste Bewerbung soll entscheiden, nicht das beste Netzwerk.“

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