Di, 21. August 2018

Autonomes Fahren

09.03.2017 09:16

Uber bekommt grünes Licht für Tests in Kalifornien

Uber darf nach dem Einlenken im Streit mit der Verkehrsbehörde nun doch seine Roboterwagen in Kalifornien testen. Der Fahrdienst-Vermittler bekam die Erlaubnis, zunächst zwei selbstfahrende Autos auf die Straße zu bringen. Zunächst sollen damit aber keine Fahrgäste befördert werden, sagte eine Sprecherin dem "Wall Street Journal" am Mittwochabend.

Uber hatte im Dezember seine Roboterwagen in San Francisco auf die Straße geschickt, ohne die spezielle Erlaubnis zu beantragen. Der Chef von Ubers Roboterwagen-Programm, Anthony Levandowski, argumentierte damals, in den Autos werde ein Mitarbeiter am Steuer benötigt, der die Fahrt überwache und bei Bedarf eingreifen könne. Technisch gesehen seien sie also mit Assistenz-Systemen unterwegs, wie sie auch andere Autos hätten.

Die kalifornische Verkehrsbehörde ließ das nicht gelten und erklärte die Kennzeichen der 16 Uber-Fahrzeuge kurzerhand für ungültig. Mit der nun erteilten Fahrerlaubnis einher geht auch die Pflicht, Unfallsituationen und Zahlen zur Abschaltung der Roboterwagen-Software offenzulegen.

Uber will Behörden nicht mehr mit App-Attrappe täuschen
Wohl als Zeichen des guten Willens kündigte Uber zugleich an, Behörden-Kontrolleure künftig nicht mehr mit einer falschen Version seiner App zu täuschen - krone.at berichtete. Bei dem vergangene Woche eingeräumten "Greyballing" sieht die App für die betroffenen Nutzer echt aus, ist aber nicht funktionsfähig.

App-Anbieter greifen zu dem Verfahren, um beispielsweise zu verhindern, dass Konkurrenten ihre Dienste ausforschen oder sabotieren. Wie die "New York Times" am Wochenende berichtete, griff Uber aber auch zum "Greyballing", um von Aufsehern nicht beim regelwidrigen Betrieb erwischt zu werden.

Uber hatte zunächst erklärt, "Greyballing" werde eingesetzt, um Verletzungen der Nutzungsbedingungen zu verhindern. Jetzt kündigte Sicherheitschef Joe Sullivan jedoch eine Kursänderung in Bezug auf Behörden an: "Wir verbieten künftig ausdrücklich den Einsatz gegen das Vorgehen lokaler Regulierer." Aus technischen Gründen werde es aber einige Zeit dauern, bis das Verbot komplett umgesetzt werden könne.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.