Di, 14. August 2018

Zu spät informiert?

23.01.2017 09:52

Hackerangriffe auf Yahoo: Börsenaufsicht ermittelt

Nach den beiden Hackerattacken auf Yahoo in den Jahren 2013 und 2014 ermittelt jetzt die US-Börsenaufsicht SEC gegen den US-Internetpionier. Es solle festgestellt werden, ob das Unternehmen die Öffentlichkeit zu spät über die Vorfälle informiert habe, berichtete das "Wall Street Journal" am Sonntag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Yahoo hatte im vergangenen September mitgeteilt, dass im Jahr 2014 Daten von 500 Millionen Nutzerkonten gestohlen wurden. Im Dezember gab Yahoo dann bekannt, dass bereits 2013 sogar mehr als eine Milliarde Nutzerkonten von einer Hackerattacke betroffen waren.

Die SEC will nun laut "Wall Street Journal" herausfinden, warum es bis zur Bekanntgabe der Angriffe jeweils mehrere Jahre dauerte. Die US-Gesetze schreiben vor, dass Unternehmen, die Opfer eines Cyberangriffs werden, dies umgehend öffentlich machen müssen. Über die Einleitung eines formalen Verfahrens gegen Yahoo sei noch nicht entschieden worden, hieß es.

Hack gefährdert Übernahme durch Verizon
Yahoo befindet sich derzeit in einem Übergangsprozess: Der US-Telekommunikationsriese Verizon will das Kerngeschäft des einstigen Internetpioniers kaufen - Suchmaschine, Internetdienste wie Yahoo News und Yahoo Mail und das Geschäft mit Onlinewerbung. Nach Bekanntwerden der beiden großen Hackerangriffe war zuletzt aber unklar, ob das Geschäft noch zustande kommt. Am Montag werden die Yahoo-Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2016 veröffentlicht.

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