Multiplayer-Fiasko

“Call of Duty” aus dem Windows Store erzürnt Gamer

Web
07.11.2016 13:41

Wer ein PC-Spiel erwirbt, geht in aller Regel davon aus, dass er im Mehrspielermodus auch gegen andere PC-Spieler antreten kann. Bei "Call of Duty: Infinite Warfare" ist das allerdings nicht so: Activision lässt Steam-Käufer nur gegen andere Steam-Spieler antreten, Windows-Store-Käufer bleiben ebenfalls unter sich. Weil Steam ungleich beliebter als der Microsoft-Marktplatz ist, tun sich Windows-Store-Käufer nun schwer, überhaupt Mitspieler zu finden. Eine Rückgabewelle hat eingesetzt.

Die Schuld an dem Multiplayer-Fiasko trifft laut "WinFuture" nicht Microsoft, sondern den Publisher Activision. Er hat dafür gesorgt, dass die PC-Version von "Call of Duty: Infinite Warfare" nur innerhalb des Ökosystems Mehrspielerpartien erlaubt, in dem sie gekauft wurde. Wer das Game bei Steam gekauft hat, spielt also nur gegen andere Steam-Nutzer. Und wer es im Windows Store gekauft hat, spielt nur gegen andere Windows-Store-Nutzer.

Windows Store bei Games eine Randerscheinung
Das Problem: Während sich Valves Spiele-Marktplatz Steam großer Beliebtheit erfreut und Spieler hier keinerlei Probleme haben, Multiplayer-Gegner zu finden, ist Microsofts Windows Store beim Spielekauf eher eine Randerscheinung. Entsprechend schwer ist es, hier eine Mehrspieler-Partie zustande zu bringen.

Und das hat nun für Microsoft Folgen: Die Gamer geben ihr über den Windows Store erworbenes "Call of Duty: Infinite Warfare" in Scharen zurück - und Microsoft erstattet das Geld ob der lästigen Multiplayer-Probleme ohne Rückfragen.

Client-Wildwuchs nervt viele PC-Spieler
Das Multiplayer-Fiasko bei "Call of Duty: Infinite Warfare" ist nur Teil einer größeren Entwicklung, die viele PC-Spieler nervt. Mit zunehmender Popularität des digitalen Spielekaufs kam es in den letzten Jahren zu einem Wildwuchs unterschiedlicher Spieledienste. Neben dem weltgrößten Spiele-Marktplatz Steam buhlen heute unter anderem EAs Origin, Ubisofts Uplay, der DRM-freie Spiele-Markt GOG, Blizzards Battlenet und nun eben auch Microsofts Windows Store um die Spieler. Bisweilen mit unsportlichen Mitteln - etwa, indem man Exklusivspiele nur über die jeweils eigene Vertriebsplattform anbietet.

Die Folge: Die Spiele-Bibliothek vieler PC-Spieler verteilt sich mittlerweile auf verschiedenste Dienste, was das Auffinden einzelner Spiele erschwert. Hinzu kommt, dass die meisten Spiele-Shops bei weitem nicht den gleichen Funktionsumfang haben wie Steam: Valves Spieledienst streamt Games über das Heimnetzwerk, verfügt über eine TV-taugliche Benutzeroberfläche und ist fit für VR-Hardware. Wer sein Game über einen anderen Marktplatz kauft, muss es erst mühsam manuell in Steam einpflegen, um diese Vorteile genießen zu können.

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