Mi, 26. September 2018

Studie beweist:

20.10.2016 11:35

IT-Pannen kosten uns 20 volle Arbeitstage pro Jahr

Wenn der Firmendrucker streikt, die Netzwerkinfrastruktur lahmt und aktuelle Software fehlt, zehrt das nicht nur an den Nerven jedes Büroarbeiters, sondern auch an den Gewinnen des Arbeitgebers. Zu diesem Ergebnis kommt eine europaweite Studie im Auftrag von Sharp. Ihr zufolge verliert jeder Büroarbeiter 20 volle Arbeitstage pro Jahr durch schlecht gewartete oder wenig durchdachte IT.

Fehlerhaft arbeitende oder schlicht übertrieben komplizierte Bürotechnik ist ein echtes Ärgernis im Büroalltag. Und ein lästiger Zeitfresser. Das berichtet das Branchenportal "Golem" unter Berufung auf eine Studie, die der Marktforscher Censuswide im Auftrag von Sharp Business Systems durchgeführt hat.

Zeitverlust im Datendschungel
Das Ergebnis: Allein mit einer nachvollziehbaren Struktur im Firmennetzwerk ließe sich bereits einiges an Frust vermeiden. Im Schnitt braucht nämlich jeder Büroarbeiter 22 Minuten pro Tag, um im Datendschungel nach den Dateien zu suchen, die er für seine Arbeit braucht.

Weitere acht Minuten verstreichen durch lahm hochfahrende Drucker, neun Minuten beim Drucken an sich. Alles in allem frisst veraltete oder schlecht durchdachte Technik 38 Minuten jedes Arbeitstages. Im Jahr summiert sich der Zeitverlust der Studie zufolge auf 20 volle Arbeitstage.

Als größten Zeitfresser benennen die 6045 für die Studie befragten Büroarbeiter aus Europa schlecht auffindbare Daten im Firmennetzwerk. Dieses Problem plagt jeden Dritten. Jeder Vierte verliert außerdem Zeit durch veraltete Technik, die effizientes Arbeiten erschwert. Auch Kollegen, die Hilfe beim Bedienen der Bürotechnik brauchen, weil sie zu jenen 21 Prozent der Befragten gehören, die nicht wissen, wie die verwendeten Geräte funktionieren, kosten jeden vierten Befragten Zeit.

IT-Probleme nagen an der Moral
Doch IT-Probleme sind nicht nur ein Zeitfresser, sondern nagen auch an der Moral der Mitarbeiter. Immerhin 42 Prozent der Befragten behaupten von sich, sie wären motivierter, wenn sie nicht durch veraltete Technik gebremst würden. Und jeder Zweite gibt an, er wäre produktiver, wenn man ihm modernere Arbeitsmittel zur Verfügung stellen würde.

Einige wenige Befragte - 16 Prozent - geben sogar an, dass sie sich wegen mieser IT wenig mit ihrem Unternehmen verbunden fühlen und aktiv nach einem anderen Job suchen.

"Durch veraltete, fehlerhafte und komplizierte Technik riskieren Unternehmen verlangsamte Arbeitsprozesse, Einbußen im Gewinn und sogar den Verlust wertvoller Mitarbeiter", warnt Sharp-Manager Alexander Hermann angesichts der Studienergebnisse.

Abhilfe schafft in vielen Firmen wohl nur konsequente Modernisierung. Oder Minimalismus wie in jener polnischen Autowerkstatt, die ihren Papierkram seit 25 Jahren am gleichen Commodore C64 abwickelt und es damit zu einer gewissen Berühmtheit in sozialen Netzwerken gebracht hat:

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