03.07.2007 16:10 |

Wetterfühlig?

Was tun bei Wetterfühligkeit?

Es ist ja nicht nur so, dass uns Hitze lästig ist. Das Wetter kann in unserem Körper einiges anrichten und so richtig den Tag versauen. Die einen sagen „reiß dich z’am, sei nicht so wehleidig“, die anderen wissen: Wetterfühligkeit ist alles andere als lustig. Etwa jeder dritte leidet darunter, mehr oder weniger.

Hitze, Kälte oder Föhn können Kopfschmerzen auslösen oder den Kreislauf belasten. In Extremfällen kann das Wetter zu Arbeitsunfähigkeit oder sogar zu schweren Depressionen führen. 

Internationale Studien belegen, dass der Körper bei Wärme den Blutdruck drosselt und sich der Blutfluss verlangsamt. Die dadurch bedingte Unterversorgung mit Sauerstoff kann Müdigkeit und Erschöpfung zur Folge haben. Außerdem verliert der Körper durch starkes Schwitzen Wasser. Das Blut wird dann dickflüssiger. Deshalb ist es wichtig, bei heißem Wetter viel zu trinken. Ansonsten steigt die Gefahr eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts, da das dickflüssigere Blut die Adern verstopfen kann. Das sollten besonders Raucher und an Aterosklerose erkrankte Menschen beachten, da ihre Durchblutung ohnehin schon beeinträchtigt sein kann.  

Probleme nicht nur im Sommer
Im Winter dagegen beschleunigt der Organismus seine Aktivitäten: Er scheidet mehr Harn aus. Der Zucker-, Kalzium-, Phosphat-, Natrium- und Magnesiumgehalt des Blutes steigt ebenso an wie der Blutdruck, der dann das Herz belastet und auf Dauer die Schlagadern verhärtet. Für Patienten mit stark überhöhtem Blutdruck steigt deshalb das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls in der kalten Jahreszeit. 

Was du tun kannst
Wer wetterfühlig ist, muss nicht gleich zur Pille greifen, rät die DAK. Oft helfen auch bewährte Haus- und Naturheilmittel. Folgende Tipps zur sanften Behandlung wetterbedingter Beschwerden sind besonders Erfolg versprechend: Den trockenen Körper bürsten, Wechselduschen, Kneippsche Kuren, Weißdorn-Tee oder Weißdorn-Präparate können die Leiden lindern. Bei leichten depressiven Verstimmungen hat sich Johanniskraut bewährt. Autogenes Training und andere Entspannungstechniken helfen gegen Stress und Anspannung. Akupunktur kann Schmerzen lindern und eventuell sogar die Einnahme von Schmerzmitteln reduzieren. Starker Kaffee mit Zitronensaft hilft manchmal bei Kopfschmerzen oder instabilem Kreislauf. 

Mehr DAK-Tipps für Wetterfühlige siehe Linkbox!

Dienstag, 22. Juni 2021
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