Mi, 22. Mai 2019
31.01.2016 10:19

Mit Hyperschall-Jet

Von New York nach London in nur elf Minuten?

Von New York nach London in elf Minuten? Das soll nach der Vorstellung des kanadischen Ingenieurs Charles Bombardier mit einem von ihm entworfenen Hyperschall-Jet möglich sein. "The Antipode" (Der Gegensatz), so nennt er sein Projekt, soll eine Spitzengeschwindigkeit von 24 Mach erreichen und insgesamt zehn Passagiere transportieren können. In Krisenzeiten könnte man mit diesem Flugzeug wichtige Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft rasch von einem Ort zu einem anderen fliegen, heißt es auf der Website des Projekts.

Und so will Bombardier sein Projekt verwirklichen: Mithilfe eines Staustrahltriebwerks soll der Jet rasch eine Höhe von zwölf Kilometern erreichen. Wegen der hohen Belastungen bei solchen Überschallgeschwindigkeiten haben "Scramjets" keine beweglichen Teile wie Turbinen. Das Staustrahtriebwerk ermöglicht es auch, dass keine schweren Sauerstofftanks mitgeführt werden müssen. Das Triebwerk nützt den in der Atmosphäre vorhandenen Sauerstoff und verbrennt es.

Enorme Hitzeentwicklung als Hauptproblem
Ein großes Problem muss aber noch gelöst werden: Bei Hyperschallflügen entstehen Temperaturen weit über 900 Grad Celsius. Daher benötigt man Materialien, die sehr hitzebeständig sind. Bombardier und sein Partner Joseph Hazeltine, der bereits Technologien für das US-Militär und die NASA entwickelt hat, wollen mit einem Trick verhindern, dass es überhaupt zu so einer Hitzeentwicklung kommt: dem sogenannten Long Penetration Mode. Darunter sind Düsen an der Flugzeugfront zu verstehen, die die Luftströmung umleiten und damit die Flugzeugoberfläche kühlen. Außerdem sollen solche Düsen auch den Knall, der beim Durchbruch der Schallmauer entsteht, etwas dämpfen.

Überschall-Rekord liegt derzeit bei 9,6 Mach
Doch diese Ideen sind noch Jahrzehnte von der Verwirklichung entfernt, wie auch selbst die Entwickler zugeben. Der bisherige Geschwindigkeitsrekord bei Überschallflügen wurde im Jahr 2004 von der NASA aufgestellt. Das unbemannte Flugzeug X-43A blieb mit einem Tempo von rund 9,6 Mach nur knapp unter der zehnfachen Schallgeschwindigkeit. Um auf eine 24-fache Schallgeschwindigkeit zu kommen, ist also noch viel Ingenieursarbeit notwendig.

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