Mit der Erfindung wollen die Forscher Fernsehen interaktiv machen. Der Computer könnte zum Beispiel Zusatzinfos zu Fernsehdokumentationen anzeigen, Daten über Schauspieler bereitstellen oder auch Links zu Online-Shops für im Film vorkommende Gegenstände oder sogar Kleidung bieten.
Lauschangriff vom Computer auf den Fernseher
Der Computer „hört“ den Fernseher mit dem integrierten Mikrofon quasi ab, sendet die registrierten Schwingungen an Server, die sie wiederum mit Audio-Datenbanken vergleichen und rückmelden, was gerade im Wohnzimmer über die Glotze flimmert. Somit wäre es für Forscher – aber auch für kommerzielle Unternehmen, wie eben Google... – sehr einfach, viele Daten über die Fernsehgewohnheiten in den Haushalten zu sammeln.
Es hat trotzdem was von „Big Brother“
Genau das stört aber die Datenschützer-Communities an der Erfindung von Google und der Universität von Jerusalem, die auf der Euro ITV, der internationalen Konferenz zum Thema interaktives Fernsehen, mit einer Auszeichnung bedacht wurde. Google verspricht zwar umfangreiche Verschlüsselung; Tatsache ist, dass die Software zwangsläufig auch Gesprochenes und andere Umgebungsgeräusche aufzeichnen würde. Wenn das auf dem Weg zum Server abgefangen wird...
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