Idee aus Frankreich

3D-Drucker in autonomen Tätowier-Roboter umgebaut

Elektronik
05.11.2015 10:30
Französische Tüftler haben einen 3D-Drucker in eine hochpräzise Tätowier-Maschine umgebaut, die zuvor am Computer eingespeiste Motive vollautomatisch auf Menschen "peckt". Die Maschine kann mit bis zu 150 Stichen pro Sekunde arbeiten und berücksichtigt bei ihrer Arbeit sogar Unebenheiten auf der Haut.

Die Idee für ihre Tätowier-Maschine hatten die Tüftler des Design-Studios "appropriate audiences" bei einem Workshop der französischen Design-Akademie ENSCI Les Ateliers. Wie das IT-Portal "Digital Trends" berichtet, stellten die Tüftler schnell fest, dass ihre Idee durchaus umsetzbar ist - und bauten einen 3D-Drucker der Marke Makerbot kurzerhand zum Tätowier-Roboter um.

Dabei wurde der Druckkopf, mit dem normalerweise Kunststoff aufgetragen wird, durch eine Tätowier-Nadel ersetzt, zusätzlich wurden Sensoren eingebaut, welche die Beschaffenheit der Haut analysieren und dafür sorgen, dass der Roboter bei seiner Arbeit etwaige Unebenheiten berücksichtigt.

Roboter übte zunächst auf Silikonhaut
Nachdem das Gerät fertiggestellt war, galt es, den Tätowier-Roboter zu testen. Aus Gründen der Sicherheit wurde er dabei zunächst auf Hautimitat aus Silikon getestet. Schließlich üben auch menschliche Tätowierer zunächst auf künstlicher oder Schweinehaut, bevor sie sich ans lebende Objekt wagen. Nach den erfolgreichen Experimenten startete der erste Versuch am Menschen: Ein einfacher Kreis, den der "Peck"-Roboter zur vollsten Zufriedenheit seiner Macher tätowierte.

Grundsätzlich könnte der Roboter aus Frankreich auch komplexere Motive tätowieren. Letztlich muss er nur mit der digitalen Vorlage gefüttert werden und kann loslegen. Eine Fähigkeit, die viele echte Tätowierer haben, fehlt dem modifizierten 3D-Drucker allerdings. Er ist nicht kreativ, kann keine eigenen Kunstwerke erschaffen. Die Designarbeit nimmt er Menschen also nicht ab.

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