Fast jeder Handy-Besitzer kennt dieses Phänomen: Ständig bildet man sich ein, dass eigene Handy würde klingeln oder vibrieren. Ein kontrollierender Blick auf das Display macht jedoch deutlich: Alles nur pure Einbildung. Psychologen haben dieses Verhalten jetzt wissenschaftlich untersucht und mit dem Namen "Ringxiety" - die Angst, einen Mobilanruf zu verpassen - getauft.
Bei der Suche nach den Ursachen dieser Handy-"Phantomschmerzen" gehen die Meinungen der Forscher jedoch auseinander. Einige der Psychologen sehen in dem ständigen Blick auf das Handy das tiefe Verlangen nach menschlichem Kontakt. Die Zahl der Anrufe und erhaltenen SMS sei ausschlaggebend für das Selbstwertgefühl des Handy-Besitzers.
Ein verschwörungstheoretischer Ansatz geht hingegen davon aus, dass Fernseh- und Radiostationen absichtlich falsche Telefonsignale in das laufende Programm streuen, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu erregen.
Etwas wahrscheinlicher ist der evolutionäre Ansatz britischer Forscher: Während das menschliche Gehirn zu Urzeiten auf Geräusche von Raubtieren und anderen Gefahrenquellen konditioniert war, so seien nun die Anrufe über das Handy überlebenswichtig.
Ein Tipp gegen "Ringxiety": Einen möglichst markanten und aufdringlichen Klingelton wählen, dann sind Verwechslungen ausgeschlossen und das Problem mit der mangelnden Aufmerksamkeit erübrigt sich auch.
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