22.07.2015 15:18 |

Stressfaktor Sonne

Entspannung für sonnenstrapazierte Haut

Kaum ist der Sommer da, kann man es kaum erwarten, jede freie Minute draußen zu verbringen. Doch nach wie vor ist UV-Strahlung ein Stressfaktor für die Haut: Sie lässt sie schneller altern und kann Hautkrebs hervorrufen. Damit unser größtes Organ gut geschützt durch die Sommermonate kommt, darf neben allgemeinem Sonnenschutz auch die Hautpflege "danach" nicht vernachlässigt werden.

Die Sonne und das "UV-ABC"
Im Gegensatz zu den langwelligen Infrarotstrahlen, die für den Wärmeeffekt verantwortlich sind, sind die kurzwelligen UV-Strahlen schädlich für die Haut: So dringen UV-A-Strahlen tief in die Hautschichten ein, bewirken eine kurzzeitige Bräunung und führen zu vorzeitiger Hautalterung, indem sie das Kollagen schädigen. Infolgedessen verliert die Haut an Elastizität.

Zwar erzeugt UV-A-Licht selten Sonnenbrand, es kann jedoch allergische Reaktionen hervorrufen und erhöht das Hautkrebsrisiko. UV-B-Licht bewirkt hingegen eine langsamere und auch anhaltende Bräunung, hat aber einen starken erythemen Effekt. Anders als bei UV-A- und UV-B-Strahlen ist die Eindringtiefe von UV-C-Strahlung nur sehr gering. Das Sonnenbrand-Risiko richtet sich jedoch nicht nur nach dem UV-Index, der angibt, wie gefährlich die Sonneneinstrahlung am Tag ist, sondern auch nach dem jeweiligen Hauttyp.

Nach der Sonne
Jede Form von UV-Exposition stellt einen Stressfaktor für die Haut dar, denn die Sonne entzieht ihr Feuchtigkeit. Durch Wasserkontakt verstärkt sich der Effekt sogar, denn das erfrischende Bad im kühlen Nass entfettet die Haut zudem. After-Sun-Produkte bieten schnelle Soforthilfe für sonnenstrapazierte Haut. Zuerst befreit ein mildes Duschgel den Körper von Schweiß, Resten von Sonnenschutzmitteln, Chlor- oder Salzwasser und Sand.

After-Sun-Lotionen und -cremes sind meist Öl-in-Wasser-Emulsionen, die einen höheren Feuchtigkeits- als Fettanteil besitzen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bodylotions enthalten sie häufig Inhaltsstoffe, die ideal auf die Bedürfnisse der Haut nach dem Sonnenbad abgestimmt sind, wie z.B. Aloe Vera, Hamamelis, Glycerin oder auch Panthenol. Beim Eincremen zieht die Feuchtigkeit in die ausgetrocknete Haut ein und sorgt beim Verdunsten für einen angenehmen kühlenden Effekt. Die Haut wird hydratisiert und geschützt. Dabei reichen die Texturen vom Spray über Fluid und Gel sowie vom Balsam über Lotion und Creme.

Oft haben einzelne Präparate Zusatzeffekte, wie das schnelle Abklingen von Rötungen oder einen mattierenden Effekt bei fettiger Haut. In einigen Produkten ist sogar Selbstbräuner enthalten, um die Urlaubsbräune zu vertiefen und zu erhalten.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand
Für einen attraktiven Teint legen sich viele Menschen in die pralle Sonne, weil sie glauben, so die maximale Wirkung zu erreichen. Doch damit ist ein Sonnenbrand geradezu vorprogrammiert. Ist es einmal passiert, sind folgende drei Regeln unbedingt zu beachten: kühlen, beruhigen, reparieren – denn bei einem Sonnenbrand handelt es sich im Grunde um eine Entzündung der Haut.

Sonnenbrand wird in der Regel nach etwa drei bis zu 24 Stunden in Form einer Rötung der betroffenen Hautstelle sichtbar, die durch geweitete Blutgefäße hervorgerufen wird. Da der Körper nun mit allen Mitteln versucht, die betroffenen Hautzellen zu reparieren, wird die gerötete Stelle besser mit Nährstoffen und Zellen des Immunsystems versorgt. Oft treten zudem Schwellungen und Schmerzen auf. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Verbrennung dritten Grades kommen, die weitgehende Zerstörungen der Haut mit sich bringt und im Krankenhaus behandelt werden muss.

Nach etwa 24 bis 36 Stunden erreicht der Sonnenbrand seinen Höhepunkt, 48 bis 72 Stunden später klingt er langsam ab, nach ein bis zwei Wochen ist er meist verschwunden. Hat sich die Haut nicht abgelöst, bleibt eine Bräunung zurück. Genschäden, die Hautkrebs verursachen können, entstehen jedoch schon, bevor sich die Haut sichtbar rötet.

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