Landeshauptmann Daniel Fellner versucht, die Bundesländer bei der Lösung zu den hohen Netztarifen ins Boot zu holen. Die Forderung nach einer Vereinheitlichung der Stromnetzkosten ist aber nichts Neues.
Der Aufschrei nach der angekündigten Erhöhung der Stromnetzkosten in Kärnten um satte 9,6 Prozent war nicht nur bei den privaten Haushalten und der Wirtschaft groß. Selbst die Landesregierung kritisiert das Vorgehen scharf.
Daher lud Landeshauptmann Daniel Fellner diese Woche auch die Chefs von Kelag und deren Tochtergesellschaft Kärnten Netz in die Regierung zum Gespräch. Doch der erhoffte Erfolg einer Reduktion der Stromnetzgebühren blieb dabei aus.
Benachteiligung für Kärnten
Doch damit hat sich die Causa für den Landeschef noch nicht erledigt. Auch bei der Landeshauptleutekonferenz im vorarlbergischen Mellau brachte Fellner die horrende Steigerung auf dem Tisch. „In Kärnten ist der Netztarif um 40 Prozent höher als im Österreich-Schnitt. Vergleichen wir Kärnten mit Vorarlberg, dann sind es fast 100 Prozent. Und das, obgleich Kärnten die höchste Pro-Kopf-Produktion an grünem Strom vorlegen kann“, sagt Fellner, der diese Situation für unglaublich unfair haltet.
Daher fordert der Landeschef einmal mehr die Vereinheitlichung der Netztarife in Österreich. Fellner ist nicht der erste Landespolitiker, der diese Forderung auf dem Tisch bringt. In der Vergangenheit wurde schon mehrmals der Kärntner Versuch unternommen, die Netzgebühren zu vereinheitlichen.
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