Steigende Netzkosten und damit höhere Stromrechnungen drohen den Kärntnern im kommenden Jahr; außer in Klagenfurt: In der Landeshauptstadt soll das Netznutzungsentgelt im Jahr 2027 sogar um 5,8 Prozent sinken.
Die angekündigte Erhöhung der Netztarife in Kärnten um beinahe zehn Prozent ab Jänner erzürnt Stromkunden, also alle Kärntnerinnen und Kärntner. Landeshauptmann Daniel Fellner erklärt dies zur Chefsache, hat die Kelag zum Gespräch zitiert, erwartet sich eine Erklärung und eine Lösung im Sinne der Kunden.
Während man in ganz Kärnten auf diese Lösung wartet, zeigt sich in Klagenfurt ein völlig anderes Bild: Das Netznutzungsentgelt soll im Jahr 2027 um 5,8 Prozent sinken. Für einen durchschnittlichen Klagenfurter Haushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 3500 kWh bedeutet dies eine jährliche Ersparnis von rund 24 Euro.
Wer setzt die Preise fest?
Um die Höhe der Netzentgelte feststellen zu können, melden die Netzbetreiber ihre Aufwände für die Stromnetze inklusive Neuerschließungen, Wartungen und Instandsetzungen, aber auch das Ablesen der Zähler, die Verwaltung und vor allem den Betrieb der Regulierungsbehörde E-Control Austria. Der Netzbetreiber muss investieren und hat Betriebs- und Personalkosten, daher hat er Anspruch darauf, dass ihm diese Kosten und eine entsprechende Verzinsung durch die Netzentgelte vergütet werden. Auf Basis der anerkannten Kosten werden die Netzentgelte jährlich neu festgelegt.
Beim Verteilnetzbetreiber Energie Klagenfurt, einer Tochter der Stadtwerke AG, sinken für das Jahr 2027 die Netzentgeltkosten um 5,8 Prozent.
„Die Stadtwerke Klagenfurt beweisen einmal mehr, dass sie ein verlässlicher Partner für die Menschen in unserer Stadt sind. Die Senkung des Stromnetzentgeltes ist ein starkes Signal für die Klagenfurter Bevölkerung und ein wichtiger Schritt, um die Energieversorgung leistbar zu halten“, freut sich Bürgermeister Christian Scheider.
„Gleichzeitig investieren wir weiterhin gezielt in die Erneuerung und den Ausbau unseres Stromnetzes. Damit sichern wir die hohe Versorgungssicherheit langfristig ab und schaffen die Voraussetzungen für eine leistungsfähige und zukunftsfähige Netzinfrastruktur“, betont Erwin Smole, der Vorstand der Stadtwerke Klagenfurt AG.
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