Cobra und auch Drohnen

Für Christkindlmärkte: Polizei rüstet kräftig auf!

Österreich
07.11.2026 13:07
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Von krone.at

Cobra, Spezialkräfte und jetzt auch Drohnen: Die Polizei verstärkt heuer die Sicherheitsmaßnahmen rund um Österreichs Advent- und Weihnachtsmärkte. Eine konkrete Bedrohung gibt es derzeit zwar nicht, dennoch wollen die Behörden für alle Eventualitäten gewappnet sein.

Der Duft von Punsch und gebrannten Mandeln liegt in der Luft, die Christkindlmärkte locken wieder Tausende Besucher an. Doch während sich die einen auf die besinnliche Adventzeit freuen, läuft bei der Polizei bereits ein Großeinsatz in Sachen Sicherheit an. Heuer setzt die Exekutive dabei auch auf technische Unterstützung aus der Luft: Drohnen sollen für einen besseren Überblick über das Gedränge sorgen.

Teil einer „modernen Einsatzstrategie“
Sie sind laut Innenministerium Teil einer „modernen Einsatzstrategie“. Mit ihrer Hilfe sollen große Menschenansammlungen besser überwacht, mögliche Gefahren frühzeitig erkannt und die Einsatzkräfte effizienter koordiniert werden.

Doch Drohnen können nicht nur helfen, sondern auch selbst zur Gefahr werden. Deshalb hat die Polizei auch unerlaubte Fluggeräte im Visier. Eine Novelle des Luftfahrtgesetzes schafft die rechtliche Grundlage dafür, dass die Landespolizeidirektionen bei entsprechender Gefährdung zeitlich begrenzte Flugverbotszonen einrichten können.

Sollte es notwendig sein, könnte sogar das Einsatzkommando Cobra mit seinen speziellen technischen Fähigkeiten einschreiten, um rechtswidrige oder missbräuchliche Drohneneinsätze zu unterbinden.

Eine konkrete Gefahr für die heimischen Weihnachtsmärkte sehen die Sicherheitsbehörden derzeit allerdings nicht. Laut Innenministerium gibt es aktuell keine Hinweise auf konkrete Bedrohungen rund um Adventveranstaltungen oder Christkindlmärkte in Österreich.

Auch zivile Beamte im Einsatz
Trotzdem wird die Polizei ihre Präsenz deutlich verstärken. Neben uniformierten Fußstreifen sollen auch zivile Beamte des Verfassungsschutzes und speziell ausgerüstete Polizeieinheiten im Einsatz sein.

„Kein Weihnachtsmarkt ist wie der andere“, betont Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Franz Ruf. Deshalb würden die Sicherheitsmaßnahmen gezielt an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten angepasst. Das Ziel: mögliche Gefahren rechtzeitig erkennen und im Ernstfall rasch reagieren.

DSN beobachtet Sicherheitslage 
Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) beobachtet unterdessen laufend die nationale und internationale Sicherheitslage und steht dazu in engem Austausch mit den Landespolizeidirektionen sowie internationalen Partnern.

Doch nicht nur mögliche Sicherheitsbedrohungen beschäftigen die Polizei. Auch Langfinger wittern in der Vorweihnachtszeit ihre Chance. Im Gedränge auf Christkindlmärkten und in Einkaufsstraßen haben Taschen- und Trickdiebe Hochsaison.

So schützen Sie sich vor Taschendieben:

  • Wertsachen nah am Körper tragen: Geldbörse und Handy am besten in verschließbaren Innentaschen verstauen.
  • Taschen immer im Blick behalten: Rucksäcke und Handtaschen geschlossen und möglichst auf der Körpervorderseite tragen.

  • Wenig Bargeld mitnehmen: Nur das Nötigste einstecken und größere Geldbeträge vermeiden.

  • Vorsicht bei Ablenkungsmanövern: Bei Anrempeln, verschütteten Getränken oder aufdringlichen Gesprächen besonders aufmerksam sein.

  • Nicht unbeaufsichtigt lassen: Taschen und Einkäufe niemals einfach abstellen oder aus den Augen lassen.

  • Im Ernstfall rasch handeln: Bei einem Diebstahl sofort die Polizei verständigen und gestohlene Bank-, Kredit- sowie SIM-Karten umgehend sperren lassen.

Ihre Masche: Sie rempeln ihre Opfer absichtlich an, verschütten vermeintlich versehentlich Getränke oder verwickeln Passanten in Gespräche. Während die Betroffenen abgelenkt sind, verschwinden Geldbörsen, Handys und andere Wertsachen.

Das Bundeskriminalamt rät deshalb, Wertgegenstände möglichst nah am Körper zu tragen und Taschen sowie Rucksäcke stets geschlossen auf der Körpervorderseite zu behalten. Außerdem sollte man möglichst wenig Bargeld mitnehmen.

Wer dennoch Opfer eines Diebstahls wird, sollte sofort die Polizei verständigen. Gestohlene Bank- und Kreditkarten sowie SIM-Karten müssen umgehend gesperrt werden.

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