Die Betreibergesellschaft des Brenner Basistunnel BBT SE ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Dabei soll es den Hackern auch gelungen sein, auf Daten zuzugreifen. Die Sicherheitsprotokolle wurden laut BBT SE „umgehend aktiviert“. Unklar ist, ob es Verhandlungen und etwaige Zahlungen an die Hacker gab.
Die Cyberkriminellen sollen bereits Mitte Oktober zugeschlagen haben. Vermutet wird ein internationales Erpresser-Netzwerk hinter dem Coup, berichtete die „Tiroler Tageszeitung“.
Täter aus russischem Cybercrime-Milieu?
Die abgesaugten Daten waren auf einer Plattform im Darknet aufgetaucht. Dahinter steckte laut Erkenntnissen des US-Cybersicherheitsunternehmens ZeroFox die Hackergruppe „Everest“, die dem russischsprachigen Cybercrime-Milieu zugerechnet wird.
Deren Masche sei es, Daten zu stehlen, um dann Geldforderungen zu stellen und mit Veröffentlichung zu drohen.
Datenquelle nach Attacke sofort isoliert
Nach Bekanntwerden der Attacke habe die Gesellschaft die Datenquelle isoliert und Cyberexperten auf die Analyse des Angriffs angesetzt, hieß es. Wie weit die Hacker tatsächlich in die IT-Infrastruktur vordringen konnten und welche Daten betroffen waren, sei noch unklar.
Fragen nach möglichen Verhandlungen und einer etwaigen Zahlung an die Hacker ließ die BBT SE unbeantwortet. Auswirkungen auf den Tunnelbau soll die Datenattacke nicht haben, so die Betreibergesellschaft.
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