Ermittelt wurde beim Musikschulverband Waidhofen/Ybbstal im Sommer wegen fragwürdigen Honorarnoten, verschwundenem Bargeld und sogar einem Klavier, das plötzlich weg war. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten hat das Verfahren eingestellt.
Nach dem Tod des Musikschulleiters im Frühjahr 2025, bemerkte der einstweilige Nachfolger seltsame unregelmäßigkeiten bei der Kassa des Verbandes. Die „Krone“ berichtete: Bei einem Prüfbericht des Finanzamtes stellte man fest, dass Bargeldbestände verschwunden waren, fragwürdige Honorarnoten auftauchten und sogar ein Klavier plötzlich nicht mehr im Bestand war.
Keine eigene Kassa
Damit nicht genug: Seit 2019 gab es im Musikschulverband keine offizielle Kassa mehr. Stattdessen fanden man Geldscheine über Geldscheine in Kuverts und Plastiktüten gestopft. Selbstanzeige beim Finanzamt wurde erstattet. Nachfolge Vereinschchef Walter Reitbauer zeigte die Missstände selbst an beim Finanzamt.
Verdacht nicht bestätigt
Die Mängel wurden von den Behörden genau untersucht. Das verschwundene Klavier wurde wohl kurzerhand verkauft – der Erlös aber niemals verbucht. Seit Samstag steht fest: Der Fall wird nicht vor Gericht kommen, die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft St. Pölten wurden eingestellt. Der Verdacht der Untreue gegen den ehemaligen, mittlerweile verstorbenen Musikschulleiter und weitere Personen habe sich nicht bestätigt, gibt Behördensprecher Thomas Korntheuer am Samstag den Medien Bescheid.
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