Gespräche zwischen Land Kärnten und Betreibern laufen, aber über die kürzlich genannten Beträge herrscht weiter keine Einigkeit. Fortführung des Hilfspersonals wird begrüßt.
„Unterschiedliche Auffassungen“ über die Höhe der Beiträge zur stationären Pflege gäbe es noch, räumte Landesrätin Beate Prettner am Dienstag ein, als sie die Unterstützung des Landes für 2027 präsentiert hatte.
Diese Einschätzung wurde nun durch eine Reaktion der Pflegeheimbetreiber bestätigt. „Grundsätzlich ist es natürlich positiv, wenn das Land frühzeitig finanzielle Rahmenbedingungen für das kommende Jahr schaffen möchte. Umso mehr verwundert es uns allerdings, dass die nun öffentlich genannten Beträge mit den Heimbetreibern und ihrer Interessenvertretung im Vorfeld nicht abgestimmt wurden“, kritisiert Christian Polessnig, Berufsgruppensprecher bei der Kärntner Wirtschaftskammer.
Es geht nicht um ein finanzielles Extra. Es geht darum, jene Kosten abzubilden, die für den Betrieb eines Pflegeheimes tatsächlich entstehen.

Christian Polessnig, Wirtschaftskammer
Bild: Helge Bauer
Weil schon länger Gespräche laufen, hätte man erwartet, vor einer Bekanntgabe einbezogen zu werden. „Wenn wir ein langfristig tragfähiges Finanzierungssystem entwickeln wollen, braucht es einen Dialog auf Augenhöhe“, fordert Polessnig, der klarstellt, dass es sich auch nicht um eine neue Förderung handle.
Positiv sieht die Branche, dass bis Ende 2027 die Finanzierung von Hilfspersonal gesichert ist. „Hier besteht zwischen Praxis und Politik weitgehend Konsens. Diese zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass sich Pflegefachkräfte stärker auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren können“, erklärt der Berufsgruppensprecher. Nun gehe es um eine langfristig funktionierende Lösung für die Finanzierung. „Unser Ziel ist einfach: ein fairer, transparenter Sockelbetrag, der die tatsächlichen Kosten berücksichtigt“, so Polessnig abschließend.
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