Verdacht auf Betrug

Wasser in Weintanks im Trentino entdeckt

Ausland
06.11.2026 17:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

In einer Weinkellerei im Trentino (Italien) hat die Finanzpolizei bei einer Routinekontrolle Vegetationswasser in Weintanks entdeckt. Der Alkohol dürfte unzulässig mit Wasser gestreckt worden sein. Zudem werfen Laboranalysen Fragen zur Herkunft und Kennzeichnung der Weine auf.

Beim Abgleich der Untersuchungsergebnisse mit den betrieblichen Unterlagen stellten die Behörden erhebliche Abweichungen fest. Demnach sollen Weine, die mit dem Herkunftssiegel „IGT 2025“ (Indicazione Geografica Tipica) vermarktet wurden, weder aus dem angegebenen Anbaugebiet im Trentino stammen noch dem ausgewiesenen Jahrgang entsprechen.

Die entdeckte Streckung mit Wasser hätte im nationalen digitalen Agrarregister dokumentiert werden müssen. Dem war die Weinkellerei aber nicht nachgekommen. Die Ermittlerinnen und Ermittler sprechen von unerlaubten Eingriffen in die Weinproduktion. Im Zentrum stehen nun drei Mitarbeiter, deren Wohnungen und IT-Systeme durchsucht wurden. Die Staatsanwaltschaft Trient ermittelt wegen des Verdachts auf Handelsbetrug und das Inverkehrbringen von Wein mit irreführenden Herkunftsangaben.

Niedrigere Produktionskosten
Durch das Vorgehen könnten Produktionskosten gesenkt und höhere Verkaufserlöse erzielt worden sein. Die Höhe des möglichen Schadens ist bisher nicht bekannt. Die Kontrollen dienten dem Verbraucherschutz, der Sicherung fairer Wettbewerbsbedingungen und dem Schutz jener Unternehmen, die sich an die geltenden Vorschriften hielten, sagte Italiens Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida.

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