Förderungen

Für Kärnten geht es um Hunderte Millionen Euro

Kärnten
03.11.2026 16:00

Große Unsicherheit, wie es mit den Förderungen der EU weitergeht. Im Vorjahr flossen knapp 185 Millionen Euro nach Kärnten. Auch die gestiegenen Netzkosten beschäftigen die Landesregierung weiter.

Ohne Fördermittel tun sich selbst die innovativsten Konzepte schwer. Daher hängt der Erfolg eines Bundeslandes auch davon ab, welche Fördertöpfe es nutzt und für welche Projekte es selbst Geld beisteuert.

„Der Fördervertrag für Silicon Austria Labs wurde bis 2029 beschlossen. Für Spitzenforschung stehen damit 290 Millionen Euro zur Verfügung“, erklärt Landeshauptmann Daniel Fellner. „Kärnten zahlt 31 Millionen Euro, aber das ist keine Investition für den Augenblick, sondern für langfristige Entwicklung.“

EU-Förderungen werden neu geregelt
In einem anderen Bereich wackelt aber derzeit die langfristige Perspektive: Die EU-Förderungen werden wohl neu aufgestellt, werden künftig wohl direkt von der Bundesregierung kontrolliert. „Im Vorjahr sind da 184,5 Millionen Euro nach Kärnten geflossen – ein Rekord“, so Fellner. „Ich habe in Brüssel für mehr Mitspracherecht der Regionen gekämpft.“

Besonders stark könnte das Ressort von Landesvize Martin Gruber betroffen sein – 60 Prozent kommen dem Agrarbereich zugute. „Diese 111 Millionen Euro sind unverzichtbar für das Aufrechterhalten einer nachhaltigen Landwirtschaft“, stellt er klar. „Es geht auch um wichtige Impulse für den ländlichen Raum, für Forschung und Wirtschaft. Daher ist es unser gemeinsames Ziel, für Förderungen zu kämpfen.“

Mehr Geld gibt es 2027 für den Pflegebereich. „Der Sockelbetrag steigt auf circa 3481 Euro pro Person und Monat. Das dient der Stabilität“, so Landesrätin Beate Prettner. Die Verhandlungen zum Realkostenmodell laufen noch. „Es gibt aber noch unterschiedliche Auffassungen über die Höhe.“

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Das Gespräch zu den Netzkosten ist dringend notwendig. Nicht nur in der Wirtschaft und bei der Industrie herrscht Unverständnis, sondern bei allen Kärntnern.

Daniel Fellner, Landeshauptmann Kärnten

Diskussion um Netzkosten
Weiter für Aufregung sorgen die steigenden Netzkosten – Daniel Fellner hat die Spitzen von Kelag und KNG zum Gespräch geladen: „Wir haben die höchste Pro-Kopf-Produktion von grünem Strom, aber haben diese Nachteile.“ Er erwartet sich eine Erklärung und mögliche Maßnahmen. „Für 2027 gibt es eher kaum Spielraum, aber eine Regelung ist für die Zukunft wichtig“, betont Gruber. Das erklärte Kärntner Ziel: „Einheitliche Netzkosten in Österreich.“

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