Nachdem mehrere Aktivisten bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele im Sommer 2025 mit einem propalästinensischen Protest gestört hatten, landen nun zwei Frauen von ihnen vor Gericht. Eine 36-Jährige und eine 57-Jährige aus der Gruppe müssen sich wegen Urkundenfälschung verantworten.
Der Fall sorgte österreichweit für Aufregung. Als Bühnenarbeiter verkleidet, mit mutmaßlich falschen Ausweisen ausgestattet sowie durch Hilfe einer Ex-Mitarbeiterin hatten sich fünf Aktivisten am 26. Juli vergangenes Jahr Zutritt zur Eröffnungsfeier bei den Salzburger Festspielen verschafft.
Babler-Rede unterbrochen
Während der Rede von Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) hatte die Gruppe durch Zwischenrufe sowie ausgerollte Banner mit Slogans wie „Stoppt den Völkermord“ und „Free Gaza now“ in der Felsenreitschule gestört. Der Festakt musste daraufhin kurzzeitig unterbrochen und die Demonstranten aus dem Raum gebracht werden.
Die zwei Aktivistinnen werden sich am Salzburger Bezirksgericht verantworten müssen. Wie die APA berichtet, kamen ein Aktivist und eine weitere Teilnehmerin mit einer Diversion davon – dabei seien Geldstrafen ausgesprochen worden. Ein weiterer Mann der Gruppe stand bereits im Mai in Wien vor Gericht.
Die zwei Frauen hingegen sollen Diversionen abgelehnt haben. Im Mittelpunkt ihres Verfahrens stehen manipulierte Zutrittsausweise mit dem Schriftzug „Salzburger Festspeiben“. Ermittler gehen von gefälschten Ausweisen aus, die Aktivistengruppe sah darin hingegen eine erkennbare Persiflage.
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