Die erste Länderspielpause bietet Salzburgs Eisbullen Gelegenheit, nach einem turbulenten Saisonstart durchzuschnaufen. Die „Krone“ zieht eine erste Zwischenbilanz: Vier Problemfelder bereiten Sorgen, doch der Aufschwung unter Teemu Levijoki macht Hoffnung.
Nach der ersten intensiven Phase im Eishockey-Jahr steht nun die erste Länderspielpause an. Während es für die Eisbullen Kickert, Nissner und Wukovits mit dem heimischen Nationalteam zum Deutschland-Cup geht, stehen für den Rest der Truppe von Coach Teemu Levijoki Systemverfeinerungen an. „Ich bin zufrieden, wie es derzeit läuft, aber wir haben noch viel zu tun“, erklärte der Trainer. Die Verschnaufpause bietet der „Krone“ eine gute Gelegenheit für die erste Analyse.
Ich bin zufrieden, wie es derzeit läuft, aber wir haben noch viel zu tun
Teemu Levijoki
Unruhe hinter den Kulissen: Alan Letang übernahm im Sommer das Ruder. Die Mannschaft nahm sein System scheinbar nie richtig an, von der „Red-Bull-DNA“ war nicht mehr viel zu sehen. In der ICE Hockey League hing man hinterher, aus der Champions Hockey League schied man aus. Die Verantwortlichen mussten so früh wie noch nie die Reißleine ziehen. Die Unruhe war im gesamten Verein zu spüren. „Bisher läuft es durchwachsen“, erklärte Mario Huber zuletzt.
Stotternde Offensive: 567 Schüsse gaben die Bulls bisher ab (die drittmeisten der Liga), 55 davon fanden auch den Weg ins Tor. Das macht gerade mal eine Erfolgsquote von 9,7 Prozent. Wie schon in der Vorsaison fehlt es an der Effizienz.
Löchrige Defensive: Noch schlimmer sieht es in der Verteidigung aus. Mit 52 Gegentoren aus 423 Schüssen hat man die schlechtestes Fangquote (87,71 Prozent) der Liga. Da man zudem ligaweit die meisten Strafen kassiert, spiegelt sich das auch im Unterzahlspiel wider. Wo man mit 71,19 Prozent ebenfalls die Rote Laterne inne hat.
Imports hinter den Erwartungen: Auf den Legionärspositionen wollte man sich verstärken, die Imports blieben bisher aber hinter den Erwartungen zurück. Mit 13 Punkten (vier Tore, neun Assists) ist Defender Dennis Robertson bisher der beste Importspieler. Der spielt aber bekanntlich schon länger an der Salzach. Mit Ty Rattie und Fredrik Claesson hat man aber gut nachgelegt.
Aufschwung unter Levijoki: Der Finne vereinfachte die Dinge bei den Bulls. Fünf der bisherigen sechs Partien unter ihm wurden gewonnen, das gibt Hoffnung.
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