1300 Flugstunden

Co-Pilotin des Todesfliegers war 20 Jahre alt

Ausland
02.11.2026 20:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei dem schrecklichen Flugzeuglück in Florida, bei dem neun Menschen ums Leben kam, starb auch die Co-Pilotin Nathalia Filgueiras, die nur 20 Jahre alt wurde. Die junge Frau war auch vermutlich diejenige, die „bis zum Schluss“ mit der Flugsicherung sprach: „Wahrscheinlich wusste sie schon vor vielen dieser Funksprüche, dass sie sterben würde“, erklärte ein Flugexperte.

Die junge Frau hat die Pilotenlizenz, seit sie 17 Jahre alt ist – da war sie noch an der High School. Das Fliegen war ihre absolute Leidenschaft – seit ihrer Kindheit träumte sie davon, Pilotin zu werden, erklärte ihre Mutter Camila Corteleti nach dem fatalen Crash laut „New York Times“. Schon als kleines Mädchen habe sie gerne startende und landende Flugzeuge am Flughafen beobachtet. 

20-Jährige hatte mehr als 1300 Flugstunden
Im Alter von 12 Jahren wusste sie, dass sie Pilotin werden möchte. Ein Wunsch, der sich erfüllen sollte: Filgueiras arbeitete für Upper Jets, ein privates Charterunternehmen mit Sitz in Fort Lauderdale. „Sie liebte die Freiheit“, so ihre Mutter. „Es war etwas völlig anderes, die Welt von oben zu sehen.“ Ihre Tochter habe bis zum Unglück mehr als 1300 Flugstunden absolviert gehabt.

Das Flugzeug explodierte in einem riesigen Feuerball.
Das Flugzeug explodierte in einem riesigen Feuerball.(Bild: AP/AP ( via APA) Austria Presse Agentur)

Kurz vor dem Crash des Learjet 60, der auf ein Wohngebiet von Palm Beach County, übernahm eine Frau den Funkverkehr mit der Flugsicherung von Miami. Dabei handelte es sich vermutlich um die 20-Jährige. Sie berichtete erst von Eisbildung, die „beherrschbar“ sei und „mäßigen Turbulenzen“. Dann fragte sie, ob sie auf eine Höhe von 37.000 Fuß aufsteigen dürfe. Kurz darauf setzte sie allerdings schon einen verzweifelten Notruf ab: „Wir werden abstürzen!“, rief sie.

Jared Isaacman, der Leiter der National Aeronautics and Space Administration, erklärte der „New York Times“, dass es nicht unüblich für Charterflugunternehmen sei, junge Piloten einzustellen. Diese können so Flugerfahrung sammeln, bevor sie zu kommerziellen Fluggesellschaften wechseln.

„Sie hat ihre Arbeit gemacht“, erklärte Isaacman zu dem Funkverkehr von Filgueiras, „und bis zum Schluss in einer furchtbaren Situation mit der Flugsicherung kommuniziert. Wahrscheinlich wusste sie schon vor vielen dieser Funksprüche, dass sie sterben würde.“

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