Ein Algerier (28) attackierte mit einem Klappmesser einen Deutschen (30). Elf Monate nach der Bluttat vor dem Salzburger Hauptbahnhof entschieden die Geschworene: schuldig wegen Mordversuchs. Zuvor hatte der Angeklagte die Vorwürfe bestritten und gemeint: „Ich habe mich nur gewehrt.“
Die „Krone“ berichtete über die Bluttat am Südtiroler Platz Ende 2025. Und über den wegen versuchten Mordes angeklagten Algerier (28), der seinen Kontrahenten sechsmal mit einem Messer attackierte und ihn danach auf die Stirn küsste: „Ich habe mich mit dem Kuss entschuldigt“, erzählte er beim ersten Verhandlungstag im Gericht Ende September und bestritt eine Tötungsabsicht.
Einstimmig Mordversuch
Vergeblich. Jetzt muss der Algerier für 13 Jahre in die Zelle. Das entschieden die acht Geschworenen einstimmig am Dienstag im Salzburger Landesgericht bei der Fortsetzung des Prozesses. Was war passiert? Der 28-Jährige lieferte sich in der Nacht auf den 10. Dezember 2025 am Südtiroler Platz vor dem Salzburger Hauptbahnhof einen Raufhandel. Ein Deutscher (30) wollte schlichten und wurde dann zum Opfer: Der 28-Jährige zückte ein Klappmesser und stach zuerst dreimal gegen die Beine des Deutschen. Danach ging er nochmal zu ihm und stach weitere dreimal zu – diesmal gegen den Kopfbereich.
„Es sei dem Zufall geschuldet, dass die Verletzungen nicht lebensbedrohlich waren“, betonte der Staatsanwalt. Teilweise konnte der Deutsche die Messerangriffe abwehren – er wurde lediglich leicht verletzt. „Ich habe mich nur gewehrt“, meinte hingegen der Angeklagte, der aus Angst gehandelt haben will. Sogar das Zustechen selbst bestritt der vorbestrafte Kriminelle ohne Job und Wohnort, der auch erst im Vorjahr nach Salzburg gekommen war, um ein neues Leben zu beginnen.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Sowohl der Angeklagte als auch der Ankläger können innerhalb der nächsten drei Tage noch Rechtsmittel einlegen.
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