Die NEOS betonen den „Neustart“ in der Integrationspolitik durch das Integrationspflichtengesetz bzw. die damit verbundenen Änderungen bei der Sozialhilfe. „Wir machen nicht, was die Rechten wollen, also Integration zusammenstutzen. Aber es auch nicht wie bisher – nämlich wegschauen“, so Klubobmann Yannick Shetty am Dienstag.
Mit dem bis 12. November in Begutachtung befindlichen Integrationspflichtengesetz wird unter anderem das Integrations- und das Staatsbürgerschaftsgesetz geändert. Integration basiere dabei auf drei Säulen, so Shetty. Das seien die deutsche Sprache, gemeinsame Werte wie Toleranz, gegenseitiger Respekt und die Achtung der Grundrechte sowie Arbeit. „Wer auf eigenen Beinen steht, kann sich selbst ein Leben aufbauen und zahlt auch in das System ein.“
Wenn ein Asylwerber nach Österreich komme, werde er künftig innerhalb weniger Wochen ein erstes Gespräch mit einem Integrationsberater des ÖIF haben, meinte Shetty. Dabei soll ein individueller Integrationsplan vereinbart werden, basierend auf Qualifikationen und Vorkenntnissen bzw. den festgestellten Bedürfnissen. Er stelle sich dabei die Frage: „Warum das bisher nicht funktioniert? Warum mussten Menschen mit hoher Anerkennungswahrscheinlichkeit Monate warten bis zur ersten Integrationsmaßnahme?“ Als Folge seien viele zu U-Booten geworden bzw. in die Kriminalität abgedriftet.
Strafen bei Verstößen
Gleichzeitig bestehe aber nun auch die Pflicht zur Annahme der Angebote. Wer dagegen verstoße, werde mit einer Verwaltungsstrafe belegt bzw. im Falle eine Anspruchsberechtigung auch mit einer Kürzung der Sozialhilfe. Letzteres werde parallel reformiert, woraus sich ein Sparvolumen von 150 Mio. Euro bzw. elf Prozent ergebe. Ferner führe man eine Integrationslandkarte nach dänischem Vorbild ein.
Unser Land hat sich verändert, daher muss sich die Politik ändern.
NEOS-Klubobmann Yannick Shetty
Der Kurswechsel gehe auch mit einer Haltungsänderung einher: Er selbst habe etwa seine Meinung in einigen Fragen geändert, etwa beim Kopftuchverbot, so Shetty. Das liege an der Änderung der Gesellschaft. „Unser Land hat sich verändert, daher muss sich die Politik ändern.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.