Dicke Luft bei Ferrari! Star-Pilot Lewis Hamilton war am Sonntag der Meinung, man habe Red Bulls Max Verstappen in Mexiko den Sieg „geschenkt“. Jetzt fordert der Formel-1-Rekordweltmeister „ernsthafte Gespräche“.
Die Pole – die 105. seiner Karriere – hatte sich Hamilton gesichert und verteidigte sie zunächst, wurde dann aber in Runde eins von Teamkollege Charles Leclerc hart attackiert. „Ich bin von meinem Teamkollegen rausgedrückt worden“, wütete Hamilton per Funk.
Hamilton stinksauer
Statt weiter in Führung zu liegen, fiel er auf Platz drei zurück, Leclerc führte, dahinter Verstappen. Es dauerte eine Weile, bis die Rennkommissare entschieden: Fünf Sekunden für Leclerc. „Nur fünf Sekunden?“, fragte Hamilton entsetzt sein Team. Die Stewards würden Leclerc den Sieg schenken. Mit Wut im Bauch näherte sich Hamilton seinem Teamkollegen nach dem Reifenwechsel unaufhaltsam.
Ein heftiger Einschlag von Valtteri Bottas sorgte dann für Rote Flaggen, das Rennen wurde unterbrochen. Wütend stapfte Hamilton durch die Ferrari-Garage. „Wir haben ein großes, großes Problem“, schimpfte er vorher über Funk, aufgebracht noch immer durch das Leclerc-Manöver und einen weiteren ungünstigen Boxenstopp.
Letztendlich schaffte Hamilton noch den Sprung auf Platz zwei, der Sieg ging jedoch an Verstappen. Leclerc wurde hinter Mercedes-Jungstar Kimi Antonelli, der mit Rang drei den Gewinn des Weltmeistertitels fixierte, Vierter.

„Ich bin echt sauer. Wir haben wertvolle Punkte verloren. Wir hätten locker einen Doppelsieg einfahren können. Das Tempo dafür hatten wir“, sagte Hamilton. „Aber wenn dein Teamkollege gegen dich arbeitet und du dann so Positionen verlierst, ist das definitiv hart.“ Der frühe Zwischenfall mit Leclerc hätte den Triumph gekostet. „Wir haben klare Regeln. Es muss sich etwas ändern, da müssen wir Gespräche führen.“
Leclerc: „Das war sehr grenzwertig“
Ähnlich sah es Leclerc. Der Monegasse konnte sich einen Seitenhieb gegen Hamilton jedoch nicht verkneifen: „Wir werden offensichtlich darüber sprechen müssen. Ich weiß nicht, ob Lewis sehr unzufrieden mit dem war, was ich getan habe. Ich hatte das Gefühl, dass auch das, was er getan hat, sehr grenzwertig war.“
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