Schreck in Australien
Krokodil nahe Olympia-Ruderstrecke gesichtet
Unweit der geplanten Wettkampfstätte für die Olympischen Spiele 2032 ist in Australien ein Salzwasserkrokodil gesichtet worden. Das mehr als drei Meter lange Tier tauchte am Wochenende nur wenige Kilometer vom Fitzroy River auf, auf dem die Wettbewerbe im Rudern und Kanurennsport stattfinden sollen.
Fachleute sollen das Verhalten des Krokodils nun beurteilen und entscheiden, ob es eingefangen werden muss oder nicht. Der Reptilienexperte John Lever, der eine Krokodilfarm bei Rockhampton betreibt, sprach sich laut dem Sender ABC dafür aus, alle Krokodile in der Nähe der geplanten Olympia-Strecke zu entfernen. Ray Ebert, ein langjähriger Spitzenfunktionär des australischen Ruderverbandes Rowing Australia, sprach von einem Schock und einem Weckruf für die Verantwortlichen. „Es sind nicht die Krokodile, die man sehen kann, um die ich mir Sorgen machen würde, sondern die, die man nicht sehen kann“, meint er.
Die Sichtung löste neue Diskussion über die Sicherheit der geplanten Olympia-Strecke aus. Queenslands Regierungschef David Crisafulli verteidigte die Auswahl Rockhamptons und sagte, die Stadt habe jahrzehntelange Erfahrung und eine erstklassige Wettkampfstätte. Im September hatte er erklärt, Rockhampton habe eine unabhängige technische Prüfung „mit Bravour“ bestanden.
Drei Krokodil-Sichtungen seit September
Nun forderte Oppositionsführer Steven Miles, das zugrunde liegende Gutachten zu veröffentlichen. Darin müsse erläutert werden, wie die Krokodil-Gefahr während der Spiele kontrolliert werden solle. Allein seit Mitte September gab es laut Berichten drei weitere Krokodil-Sichtungen in der Region. Im Fitzroy River leben zahlreiche Salzwasserkrokodile. Zudem gibt es Bedenken wegen der starken Strömungen, häufiger Überschwemmungen und hohe Sedimentmengen im Fluss. Mehr als 500 Ruderinnen und Ruderer, darunter der australische Olympiasieger Drew Ginn, hatten sich in einem offenen Brief für einen anderen Austragungsort im Südosten Queenslands ausgesprochen.

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