Rapid holte am Sonntag mit dem 2:0 gegen die Austria den ersten Auswärtssieg im Derby seit Mai 2025. Am Ende jubelte man vor dem gesperrten Gästesektor.
Sie gingen nach Abpfiff zum leeren Gästesektor, feierten dort, als wären die Rapid-Fans vor Ort und machten sogar auch ein Jubelfoto. Grotesk. Chefcoach Johannes Hoff Thorup wusste nach dem 2:0 im 351. Wiener Derby, dem ersten Sieg in Favoriten seit dem 2:1 im Mai 2025, was dahinter steckte: „Die Fans sind ein Part von unserem Fußball, wir wollten ihnen viel zurückgeben – und ich hoffe, dass jeder mit grünem Herzen glücklich ist.“
Das konnten sie erstmals nach dem 1:0 sein: Nach Hereingabe „fällte“ Dragovic Stürmer Kara, der den letzten Derby-Auswärtssieg fixiert hatte – Rapids formstarker Yusuf Demir netzte mittig ein, sein 13. Scorerpunkt diese Saison. Nach dem 2:0, ein Eigentor, das Joker Mbuyi auch ob seiner verlängerten Ecke groß feierte, gab’s bei den Grünen kein Halten.

Damit geht für den Spitzenreiter, schon davor mit dem fünftbesten Start aller Teams in der Bundesliga-Historie, der tolle Erfolgslauf munter weiter.
„Wenn‘s laft, dann laft‘s“
Dabei war nicht alles eitel Wonne. Die Grünen, die schon 33 Tore schossen, so nur 1985/86 zu dieser Zeit mehr (36), hatten mit der gleichen Startelf wie beim 5:1 gegen Lustenau nach gutem Beginn schwer zu kämpfen, wirkten irgendwann ziemlich verloren.
Am Ende gab’s den zehnten Sieg im elften Match. „War nicht das einfachste Spiel. Wir hatten gute Chancen zu Beginn, dann die Austria. Die zweite Hälfte war umkämpft, das 1:0 sehr wichtig“, so Kapitän Matthias Seidl. „Wir haben danach wenig zugelassen. Wenn’s laft, dann laft’s.“
Dazu hatte der Sechser noch ein Wort zum Anhang, der zur Rapid-Viertelstunde draußen ein Feuerwerk abgeschossen hatte: „Ein paar Fans von uns haben es schon ins Stadion geschafft – das Derby lebt auch von ihnen.“ Weiter geht es in Hütteldorf – am Freitag gegen den WAC. Und im Cup-Viertelfinale wartet daheim Altach.
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