Einer der beliebtesten Heiligen im landwirtschaftlich geprägten Kärnten war ein adeliger Franzose, Einsiedler und Klostergründer: Leonhard schützt unser Vieh. Und die Gefangenen. Wo er nun gefeiert wird.
In Kärnten sind 13 Pfarrkirchen sowie einige Filialkirchen und Kapellen dem heiligen Leonhard geweiht, wie jene in Bad St. Leonhard, Metnitz, Möllbrücke, Mörtschach, Abtei, Loibltal... Er ist beliebt in landwirtschaftlich geprägten Gegenden, denn er gilt als Patron des Viehs.
Der Adelige, der Einsiedler wurde
Leonhard wurde um 500 in Frankreich in eine adelige Familie geboren. Er besuchte regelmäßig Häftlinge, weshalb er auch Patron der Gefangenen ist. Er zog sich als Eremit in einen Wald bei Limoges zurück und wurde schon zu Lebzeiten von Verzweifelten um Rat gebeten und verehrt. Leonhard gründete das Kloster Noblat und starb am 6. November 559.
Der Legende nach sind durch seine Gebete Ketten der Häftlinge zersprungen, daher wird Leonhard mit der gebrochenen Kette dargestellt. Später wurde diese als Viehkette gedeutet.
Schönheitskur für Kärntens drittältestes Fastentuch beendet
In den Werkstätten des Denkmalamtes in Wien wurde das Fastentuch aus der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Leonhard im Lavanttal ab 2023 untersucht, restauriert uns konserviert. Dieses ursprünglich aus St. Peter bei Reichenfels stammende Tuch aus dem Jahr 1520 ist das drittälteste noch erhaltene Fastentuch in Kärnten. Seit 1915 befindet es sich in St. Leonhard, wo es ganzjährig an der Nordseite des Chorraumes zu besichtigen ist. Bischof Josef Marketz segnet es am Leonhardisonntag, 8. 11., beim Gottesdienst ab 10 Uhr. Am Freitag wird das Leonhardifest mit zwei Messen gefeiert – um 8.30 und 10 Uhr, den zweiten Termin zelebriert Abt Gerhard Hafner von Admont.
In Bad St. Leonhard ist er sogar im Wappen zu finden. Die Leonhardikirche wird von einer schmiedeeisernen Kette umspannt. Der Legende nach hat diese ein Bauer aus der Steiermark gestiftet, nachdem er aus der türkischen Gefangenschaft geflohen war. In dieser Leonhardikirche finden sich auch eiserne Opfergaben: kleine Ochsen, Schweine, Kühe, Pferde, auf dass der Heilige die Tiere schütze.
Auch in Metnitz ist die Pfarrkirche Leonhard geweiht; der Patron wird am Sonntag, 8. 11., mit Gottesdienst und Leonhardimarkt gefeiert.
Leonhards Gedenktag ist der 6. November.
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