Am 1. April suchte ein in Salzburg lebender 44-Jähriger mit einem Messer in der Hand seinen Vermieter an dessen Arbeitsort auf. Doch der Mann war auf Urlaub. Danach ging der Iraner zur Polizei, um sein eigentliches Opfer anzuzeigen – und verriet dabei den Beamten, was er vorhatte. Jetzt drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.
Ein in Salzburg lebender Iraner (44) war offensichtlich wütend auf seinen Vermieter: Zweimal richtete er laut den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft im April 2026 Todesdrohungen an den Akademiker, der ihm nicht nur einen Wohnort ermöglicht, sondern auch bei Mietrückständen geholfen und ihm sogar ein Darlehen gegeben hat. Trotz dieser Hilfe pfiff der Iraner auf die Mietzahlungen. Als der Vermieter ihn raus haben wollte, weckte das die Wut in ihm, die sich am 1. April beinahe entladen hätte. Beinahe nur, weil das Opfer an jenem Tag urlaubsbedingt nicht arbeiten war.
Das Opfer war auf Urlaub
Das wusste aber der Iraner nicht, nachgeprüft hat er es offensichtlich auch nicht: Mit einem Messer mit acht Zentimeter Klingenlänge in der Hand schritt er zum Arbeitsort seines Vermieters in der Stadt Salzburg und stand dort vor einer verschlossenen Tür. Danach ging der Iraner samt der Waffe zur nächsten Polizeiinspektion, um seinen Vermieter offenbar anzuzeigen.
Gegenüber den Beamten verriet er aber, was er mit dem Messer eigentlich vorhatte: „Ich wollte meinen Vermieter töten“, soll er gesagt haben. Darauf kam es prompt zur Verhaftung des Iraners und zur Überstellung in die Justizanstalt.
Dort sitzt er nämlich seither wegen Tatbegehungsgefahr in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm deswegen versuchten Mord vor. Am kommenden Dienstag wird der bislang unbescholtene 44-Jährige den Geschworenen im Salzburger Landesgericht erklären müssen, ob er seinen Vermieter plante, zu töten. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm 10 bis 20 Jahre oder lebenslängliche Haft.
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