Auftritte abgesagt

Trump beleidigt Journalist: „Bring dich in Form!“

Außenpolitik
30.10.2026 08:36
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump hat auf zwei Wahlkampfauftritte vor den Zwischenwahlen zum Kongress verzichtet. Kurz vor dem Election Day (Wahltag) der Midterms scheinen die Nerven blank zu liegen. Live vor Kameras beschimpfte er einen Journalisten als „krank“, schlecht in Form und „furchtbar“. 

Der Journalist hatte ihn gefragt, ob er das Reisen satthabe. Trump erwiderte daraufhin: „Du bist krank, diese Frage zu stellen. Du bist krank.“

„Bring dich in Form“
Trump äußerte sich gegenüber dem Reporter nach seiner Rückkehr von einer Wahlkampftour in South Carolina nach Washington. „Ich fühle mich großartig. Du bist widerlich. Bring dich mal in Form, du siehst furchtbar aus.“

Trumps verbale Attacke im Video:

Trump verzichtete zudem auf letzte Wahlkampfveranstaltungen. Anstelle der Events in Kansas und Iowa hält der Präsident eine „große Anzahl“ virtueller „Telerallyes“ in zahlreichen Bundesstaaten ab. Trumps letzter Auftritt soll kurz vor dem Wahltag, am Freitag in Florida, stattfinden.

In der Geschichte der USA hat es sich als Ausnahme erwiesen, dass die Partei, die den ...
In der Geschichte der USA hat es sich als Ausnahme erwiesen, dass die Partei, die den Präsidenten stellt, bei den sogenannten Midterms ihren Mandatsstand halten, geschweige denn Sitze dazugewinnen kann.(Bild: EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH)

Die Begrüdung: Da die Republikaner in Kansas und Iowa „in einer starken Position“ seien, würden die zuvor geplanten Auftritte in diesen Bundesstaaten „nicht mehr wie vorgesehen stattfinden“, erklärte das Organisationsgremium der Partei, das Republican National Commitee (RNC).

Zwar dauert die Amtszeit eines Präsidenten vier Jahre, doch bereits zur Halbzeit werden bei den ...
Zwar dauert die Amtszeit eines Präsidenten vier Jahre, doch bereits zur Halbzeit werden bei den sogenannten Zwischenwahlen sämtliche Sitze im Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu vergeben. Für die Partei des amtierenden Präsidenten verliefen diese Wahlen historisch häufig mit Verlusten.(Bild: AFP/KENT NISHIMURA)

Kurz vor den Kongresswahlen am 3. November sind die Republikaner im Umfragetief. Sie könnten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus und womöglich auch im Senat einbüßen.

Meinungsforscher rechnen mit einem deutlichen Sieg der oppositionellen Demokraten. Trump selbst steht nicht auf dem Stimmzettel. Dennoch nimmt er an zahlreichen Wahlkampfveranstaltungen teil, um das Ruder herumzureißen.

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