Horror in Spanien
Zwei Schnellzüge kollidiert – zahlreiche Verletzte
Schweres Zugunglück in Spanien! Am Mittwochvormittag sind auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke südlich von Madrid zwei Züge zusammengestoßen. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, zwei Waggons stürzten eine Böschung hinunter. Der Bahnverkehr zwischen der spanischen Hauptstadt und Andalusien wurde daraufhin vollständig unterbrochen.
Der Unfall ereignete sich am Mittwochmorgen im Bereich der Ortschaft Los Yébenes in der Provinz Toledo. Nach ersten Informationen waren ein Hochgeschwindigkeitszug der staatlichen Bahngesellschaft Renfe und ein Zug des privaten Anbieters Iryo beteiligt. Wie die spanische Zeitung „El País“ berichtet, kam es zu einer Kollision zwischen den beiden Zügen.
Zwei Waggons stürzten Böschung hinunter
Besonders dramatisch: Durch die Wucht des Zusammenstoßes stürzten laut Angaben der spanischen Nachrichtenagentur EFE zwei Waggons des Iryo-Zuges eine Böschung hinunter. Nach Angaben des Rettungsdienstes wurden zahlreiche Menschen verletzt. Wie schwer ihre Verletzungen sind, war zunächst nicht bekannt.
Rettungskräfte eilten zum Unglücksort. Die genaue Zahl der Verletzten stand am Vormittag noch nicht fest.
Wichtige Bahnstrecke komplett gesperrt
Der spanische Schienennetzbetreiber Adif bestätigte den Zusammenstoß und stellte den Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Madrid und Andalusien bis auf Weiteres ein.
Damit ist eine wichtige Bahnverbindung zwischen der Hauptstadt und dem Süden Spaniens unterbrochen. Wie lange die Sperre dauern wird, war zunächst unklar. Auch die genaue Ursache des Unglücks war vorerst nicht bekannt. Die Behörden machten zunächst keine näheren Angaben zum Hergang der Kollision.
Erinnerungen an Zugdrama 2013
Durch den schweren Unfall werden Erinnerungen an das Zugunglück im Juli 2013 wach. Damals entgleiste ein spanischer Alvia-Schnellzug in einer engen Kurve kurz vor dem Bahnhof von Santiago de Compostela. Der Zug war mit fast 180 km/h unterwegs, obwohl an dieser Stelle aufgrund des noch nicht vollständig installierten automatischen Bremssystems (ERTMS) nur 80 km/h erlaubt waren. Bei der verheerenden Katastrophe, die durch die Unachtsamkeit des Lokführers ausgelöst wurde, starben 80 Menschen und über 140 wurden verletzt.

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