Spektakuläre Choreos, atemberaubende Stimmung und eine kleine Sensation – Legionär Ahmed Muhamedbegovic kegelte mit Kult-Klub Dynamo Dresden Bundesligist Schalke 04 aus dem deutschen Pokal. Beim „Krone“-Spieltagsbesuch sprach der Niederösterreicher über seine fußballverrückte Wahlheimat und wie er das Trikot seines Idols abstaubte ...
Eine Stadt sieht gelb – besser kann man Dresden wohl kaum beschreiben. Spätestens dann, wenn man die „Dynamo-Bim“ samt tausenden in den Vereinsfarben gekleideten Fans Richtung Rudolf-Harbig-Stadion an diversen Vereins-Graffitis vorbeipilgern sieht, weiß man – hier wird der Fußball so richtig gelebt.
Das bekam auch die „Krone“ beim Spieltagsbesuch zu spüren, als Dynamo Dresden Bundesligist Schalke 04 um Trainer Miron Muslic in der zweiten Runde aus dem DFB-Pokal kegelt. Mittendrin in der „gelben Hölle“, als der David den vor über 30.000 Fans den Goliath stürzte: Ahmet Muhamedbegovic. Der Untersiebenbrunner fand sich nach dem Treffer zum 2:0-Endstand inmitten der Jubeltraube mit Fans und Mitspielern wieder.
Trikot vom Idol abgestaubt
„Der pure Wahnsinn! Solche Abende sind etwas ganz Spezielles. Die Atmosphäre, die Fans, das Ergebnis – das hat mir echt ein paar Stunden Schlaf geraubt in der Nacht danach“, grinst der 27-Jährige. Der sich nach der Sensation plötzlich in der gegnerischen Kabine – und vor seinem großen Idol – wiederfand. Der Verteidiger mit bosnischen Wurzeln sicherte sich das Trikot von Schalke-Stürmer Edin Dzeko. „Ich habe begonnen Fußball zu schauen, wie er bei Wolfsburg gespielt hat. Mit ihm zu plaudern, war richtig cool!“
Kampf um‘s Leiberl und die Klasse
Wobei, an besonderen Momenten mangelt es Muhamedbegovic ohnehin nicht. Sei es die Hymne bei Heimspielen, atemberaubende Choreos oder laute Fangesänge – fad wird ihm nicht. „Wenn ich da zu Beginn nur auf der Bank sitze, kribbelt es in mir richtig. Da könnte ich gefühlt 400 Minuten spielen“, lacht der Ex-St.Pöltner. Aktuell kämpft er aber um’s Leiberl in der Abwehr, Dynamo in der zweiten Bundesliga gegen den Abstieg. Zuletzt gab’s eine 0:3-Abreibung von Tabellenschlusslicht Kiel.
„Diese Stadt lebt den Verein“
„Eine richtig unglückliche Niederlage“, knirscht Muhamedbegovic, „aber das zieht sich bis jetzt so durch die Saison. Ich bin davon überzeugt, dass mehr drin ist, wenn wir unser volles Leistungspotenzial ausschöpfen!“ Gelingen soll das mit der unbändigen Unterstützung des „K-Block“, also der Dresdner Kurve. Egal ob Sieg, Remis oder Niederlage – die Fans stehen immer hinter der Mannschaft. „90 Minuten lang voller Support – das habe ich so noch nie erlebt“, schwärmt der Legionär von seiner neuen Heimat. „Die Stadt lebt den Verein, Dynamo ist für die Leute hier das Allergrößte!“
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