Plus von 7 Prozent

Weltbank rechnet mit höheren Lebensmittelpreisen

Wirtschaft
29.10.2026 22:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

Lebensmittel werden im kommenden Jahr um sieben Prozent teurer, wie aus einer Weltbank-Analyse hervorgeht. Dazu tragen unter anderem unterbrochene Getreidelieferungen, bedrohte Ernten durch ungünstiges Wetter und hohe Kraftstoff- und Düngerpreise bei.

In diesem Jahr sind die Preise für Nahrungsmittel im Vergleich zu 2025 um ein Zehntel gestiegen. Insgesamt rechnet die Weltbank im laufenden Jahr mit einem Anstieg der Rohstoffpreise um 23 Prozent. 2027 sollen diese wieder sinken.

Höher als erwartet ausfallende Energiepreise oder stärkere Auswirkungen durch das Wetterphänomen El Niño könnten aber eine Nahrungsmittelkrise auslösen, hieß es im Rohstoff-Ausblick am Mittwoch. Diese würde wie Anfang der 2010er-Jahre noch mehr Menschen in extreme Armut treiben. Damit meint die Organisation Menschen, die von weniger als drei US-Dollar (umgerechnet 2,70 Euro) am Tag leben. Das Institut in Washington zählt derzeit ungefähr 811 Millionen Betroffene weltweit.

Auch Energiepreise ziehen wieder an
Drastisch dürften noch in diesem Jahr die Energiepreise anziehen, nämlich um knapp ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr. Dafür ist vor allem der Krieg der USA gegen den Iran verantwortlich, durch den der Rohstoffhandel durch die Straße von Hormuz nahezu zum Erliegen kam. Auch Monate nach Kriegsbeginn Ende Februar ist der Transport durch die Meerenge weiter vom Vorniveau entfernt.

Am Donnerstag waren die Öl- und Gaspreise schwächer. Neue diplomatische Bemühungen im Nahen Osten nähren die Hoffnung, dass eine Wiederaufnahme der US-Angriffe auf den Iran verhindert werden kann. Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete zuletzt 113,38 US-Dollar (umgerechnet rund 102 Euro). Das waren 1,68 Prozent weniger als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Dezember fiel um 2,54 Prozent auf 100,17 Dollar (umgerechnet 90 Euro).

Auch der europäische Preis für Erdgas hielt sich in der Verlustzone, nachdem er am Mittwoch erstmals seit 2022 über 100 Euro je Megawattstunde (MWh) gestiegen war. Zuletzt lag der richtungweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat an der Börse in Amsterdam bei 96,83 Euro je MWh und damit über drei Prozent niedriger als am Vorabend.

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