Die Parfümeriekette Douglas wird an diesem Samstag zwölf Filialen in Deutschland geschlossen halten. Hintergrund sind die angekündigten Jugendproteste in zahlreichen Städten. „Die Sicherheit unserer Mitarbeitenden und Kundinnen und Kunden hat für uns höchste Priorität“, sagte eine Sprecherin.
Man habe eine Risikobewertung vorgenommen und auf Basis dieser Maßnahmen an ausgewählten Standorten getroffen. „Dazu zählt auch die präventive Schließung von zwölf besonders exponierten Stores am 31. Oktober.“ Wo sich diese Filialen befinden, teilte die Firma nicht mit. Man habe zusätzlich „angemessene Sicherheitsvorkehrungen ergriffen“, hieß es lediglich. Grundsätzlich hoffe das Unternehmen „auf einen friedlichen Verlauf der angekündigten Demonstrationen“. Die Parfümeriekette hatte Ende Juni 347 Filialen in Deutschland.
Wie berichtet, ruft ein Bündnis namens „Gen Z regelt“ für den Samstag, 31. Oktober, zu Demonstrationen in ungefähr 30 deutschen Städten auf. Innenpolitikerinnen, Innenpolitiker und die Polizei warnten, dass es zu einer möglichen Einflussnahme linksextremistischer Kräfte kommen könne.
Wirtschaftsverbände schrieben Brief an Dobrindt
Verschiedene deutsche Wirtschaftsverbände haben einen Brief an Innenminister Alexander Dobrindt geschrieben und darin auf negative Auswirkungen für Innenstädte und den Handel hingewiesen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zeigen die Befragten überwiegend Verständnis für die Proteste für mehr Klimaschutz, gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen die Wehrpflicht. 54 Prozent halten sie demnach für eher oder voll gerechtfertigt. Etwas mehr als jede vierte Person (28 Prozent) äußerte sich hingegen ablehnend.
Derzeit erwartet das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) keine so gewalttätigen Ausschreitungen wie in Frankreich.
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