In der Nacht vor Allerheiligen ziehen Tirols Kinder und Jugendliche wieder verkleidet um die Häuser und fordern „Süßes oder Saures“. Die KMU-Forscher klären auf, wie viel Geld das Gruselfest dem Handel hierzulande bringt.
„Süßes oder Saures.“ Mit diesem Spruch ziehen Tirols Kinder und Jugendliche am 31. Oktober wieder um die Häuser und Wohnanlagen, um Süßigkeiten abzustauben. Schon seit vielen Jahren wird das Gruselfest Halloween, das seinen Ursprung in Irland hat und in den USA richtig an Fahrt aufnahm, auch hierzulande groß gefeiert.
Für den Handel bedeutet der Brauch am Vorabend von Allerheiligen vor allem eines: klingelnde Kassen. Wie die Experten der KMU Forschung Austria anhand einer Umfrage hochgerechnet haben, dürfte Halloween heuer einen Gesamtumsatz von zehn Millionen Euro bringen. „Pro Person, die angibt, etwas kaufen zu wollen, werden für diesen Anlass rund 65 Euro ausgegeben“, verdeutlichen die Analysten.
Das Event sorgt dafür, dass Familien miteinander Zeit verbringen, egal ob durch das Verkleiden oder das gemeinsame Umherziehen.
Die KMU-Forscher
86 Prozent kaufen bei den Händlern vor Ort
Konkret sieht das so aus, dass 71 Prozent der Befragten heuer gleich viel wie vorheriges Jahr ausgeben, 23 Prozent greifen sogar tiefer in die Geldbörse. Trotz weiterhin anhaltender Teuerungswelle planen lediglich fünf Prozent der Umfrageteilnehmer eine Reduktion bei den Ausgaben.
Wofür genau die Tiroler ihr Geld ausgeben, wurde ebenfalls gefragt. Ganz oben auf der Einkaufsliste stehen Süßigkeiten (84%), gefolgt von Zierkürbissen (48%), Kostümen (45%), gruseligen Dekorationsartikeln (41%) sowie Schminke (30%).
Erfreulich für die Händler in Tirol: 86 Prozent der Befragten geben an, dass sie vor Ort einkaufen.
58 Prozent der 15- bis 29-Jährigen geben an, auf jeden Fall Halloween zu feiern.
Die KMU-Forscher
Begeisterung für das Fest sinkt mit dem Alter
Beliebt ist Halloween vor allem bei der jüngeren Bevölkerung. In der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen geben 58 Prozent an, das Gruselfest auf jeden Fall bzw. wahrscheinlich zu feiern, bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 57 Prozent. „Mit steigendem Alter nimmt die Begeisterung aber immer weiter ab“, betonen die KMU-Forscher.
Wesentlicher Bestandteil des Festes ist es – wie zu Beginn erwähnt -, umherzuziehen und „Süßes oder Saures“ zu fordern. Befragte, bei denen Kinder im Alter von bis zu 16 Jahren im Haushalt leben, geben in 72 Prozent der Fälle an, dass ihre Sprösslinge bei dem Fest mitmachen und verkleidet für Angst und Schrecken in der Nachbarschaft sorgen.
Bei einigen Haushalten gehen Kinder leer aus
Und wie halten es die Tirolerinnen und Tiroler mit der Großzügigkeit gegenüber den Kindern und Jugendlichen? 38 Prozent der Befragten wollen auf jeden Fall Süßigkeiten oder kleine Geschenke verteilen, weitere 26 Prozent werden das wahrscheinlich tun. Unterdessen meinen 19 Prozent, dass sie wahrscheinlich nichts schenken werden. Und nicht zuletzt gibt es 17 Prozent Halloween-Muffel, die betonen, dass sie auf keinen Fall etwas hergeben werden.
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