Auf Social Media werden derzeit Aufrufe zu Ausschreitungen in Österreich rund um Halloween verbreitet. „Wir haben das unter polizeilicher Beobachtung“, sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP). In diesem Jahr werde Halloween unter anderem von den gewalttätigen Versammlungen in Frankreich und anderen Ländern beeinflusst.
Die Exekutive sei aber „gut vorbereitet“ und werde im Bedarfsfall „konsequent einschreiten“, sagte Karner. In Wien würden etwa hundert Polizistinnen und Polizisten im gesamten Stadtgebiet im Einsatz stehen, teilte die Landespolizeidirektion am Donnerstagabend mit. Sie würden sowohl uniformiert als auch in Zivil unterwegs sein und insbesondere an stark frequentierten Örtlichkeiten verstärkt Präsenz zeigen. Außerdem würden Entwicklungen in sozialen Medien beobachtet. Dort gibt es laut Innenministerium aktuell vereinzelt Mobilisierungsversuche für „offenbar gewaltbereite, staatsgefährdende oder anders subversive Treffen oder Veranstaltungen“.
„Schon in den vergangenen Jahren gab es eine erhöhte Sensibilität und Vorkehrungen für das Allerheiligen-Wochenende. Streiche, die in Sachbeschädigungen oder schwereren Straftaten münden, werden konsequent verfolgt (...)“, heißt es in einer Aussendung weiter.
„GenZ“-Proteste in Deutschland angekündigt
In Deutschland sind zu Halloween am Samstag, 31. Oktober, „GenZ“-Proteste für bessere Bildung und ein leistbares Leben angekündigt. In etwa 30 Städten sind Demonstrationen geplant, bei denen junge Menschen gegen steigende Lebenshaltungskosten und die Wehrpflicht sowie für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen wollen. Die Gruppe „GenZ“ lehnt nach eigenen Angaben Gewalt ausdrücklich ab.
Allerdings warnen die deutschen Sicherheitsbehörden vor einer Unterwanderung durch extremistische Kräfte. Zudem gibt es Kritik an der intransparenten Organisation. Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) geht derzeit nicht davon aus, dass die für Samstag angekündigten Jugendproteste so gewalttätig verlaufen wie in Frankreich. Die Mobilisierungsaufrufe in sozialen Medien distanzierten sich von den gewaltsamen Ausschreitungen in anderen Ländern, hieß es. Verschiedene deutsche Wirtschaftsverbände warnten in einem Brief an Innenminister Alexander Dobrindt vor negativen Auswirkungen auf die Innenstädte und den Einzelhandel.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.