Rund um Halloween

Social-Media-Nutzer rufen zu Ausschreitungen auf

Österreich
29.10.2026 18:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Auf Social Media werden derzeit Aufrufe zu Ausschreitungen in Österreich rund um Halloween verbreitet. „Wir haben das unter polizeilicher Beobachtung“, sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP). In diesem Jahr werde Halloween unter anderem von den gewalttätigen Versammlungen in Frankreich und anderen Ländern beeinflusst.

Die Exekutive sei aber „gut vorbereitet“ und werde im Bedarfsfall „konsequent einschreiten“, sagte Karner. In Wien würden etwa hundert Polizistinnen und Polizisten im gesamten Stadtgebiet im Einsatz stehen, teilte die Landespolizeidirektion am Donnerstagabend mit. Sie würden sowohl uniformiert als auch in Zivil unterwegs sein und insbesondere an stark frequentierten Örtlichkeiten verstärkt Präsenz zeigen. Außerdem würden Entwicklungen in sozialen Medien beobachtet. Dort gibt es laut Innenministerium aktuell vereinzelt Mobilisierungsversuche für „offenbar gewaltbereite, staatsgefährdende oder anders subversive Treffen oder Veranstaltungen“.

„Schon in den vergangenen Jahren gab es eine erhöhte Sensibilität und Vorkehrungen für das Allerheiligen-Wochenende. Streiche, die in Sachbeschädigungen oder schwereren Straftaten münden, werden konsequent verfolgt (...)“, heißt es in einer Aussendung weiter.

„GenZ“-Proteste in Deutschland angekündigt
In Deutschland sind zu Halloween am Samstag, 31. Oktober, „GenZ“-Proteste für bessere Bildung und ein leistbares Leben angekündigt. In etwa 30 Städten sind Demonstrationen geplant, bei denen junge Menschen gegen steigende Lebenshaltungskosten und die Wehrpflicht sowie für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen wollen. Die Gruppe „GenZ“ lehnt nach eigenen Angaben Gewalt ausdrücklich ab.

Allerdings warnen die deutschen Sicherheitsbehörden vor einer Unterwanderung durch extremistische Kräfte. Zudem gibt es Kritik an der intransparenten Organisation. Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) geht derzeit nicht davon aus, dass die für Samstag angekündigten Jugendproteste so gewalttätig verlaufen wie in Frankreich. Die Mobilisierungsaufrufe in sozialen Medien distanzierten sich von den gewaltsamen Ausschreitungen in anderen Ländern, hieß es. Verschiedene deutsche Wirtschaftsverbände warnten in einem Brief an Innenminister Alexander Dobrindt vor negativen Auswirkungen auf die Innenstädte und den Einzelhandel.

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