Bekam Orden überreicht
Flydubai-Pilot für Rettung von Passagieren geehrt
Bereits kurz nach der versuchten Entführung eines Flydubai-Flugzeuges wurde der indische Pilot Smit Machchhar als Held verehrt. Nun hat er auch eine offizielle Auszeichnung für seinen Einsatz gegen den Terroristen bekommen.
Machchhar konnte den Absturz des Flugzeugs Ende September vereiteln, nachdem er von einem Selbstmordattentäter mit einem Messer angegriffen worden war. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde er dafür nun geehrt. Er bekam den Zayed-II.-Orden erster Klasse überreicht, eine der höchsten Auszeichnungen des Landes.
Pilot noch von Angriff gezeichnet
Die Wunden des Piloten sind nach dem Vorfall noch immer nicht geheilt: Seinen linken Arm trug er bei der Zeremonie in einer Schlinge, seine Hand war verbunden. Zudem ist zu erkennen, dass seine Haare am Hinterkopf deutlich kürzer sind, weil sie gerade erst nachgewachsen sind. Nach dem Angriff war er im Krankenhaus mit Kopfverband zu sehen.
Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, umarmte den Piloten bei der Ehrung, bei der er und seine Besatzung für den mutigen Einsatz ausgezeichnet wurden, bei dem das Leben der Passagiere gerettet werden konnte.
Scheich will Piloten Selbstverteidigung beibringen
Mit Blick auf Machchhar einbandagierten Arm fragte der Präsident, wann er voraussichtlich wieder gesund sei. „Vielleicht in zwei Monaten“, sagte der Pilot Machchhar. Scheich Mohammed machte ihm daraufhin einen Vorschlag: „Ich hätte da eine Idee. Wenn du wieder gesund bist, möchte ich mit dir trainieren und dir beibringen, wie man sich verteidigt.“ Der Pilot entgegnete, das sei ihm eine große Ehre.
Bei dem Vorfall hatte der Co-Pilot den indischen Flugkapitän mit einem Messer angegriffen, woraufhin der Jet in 30 Sekunden knapp 4300 Meter in die Tiefe stürzte. Dem verletzten Kapitän war es den Angaben zufolge aber gelungen, die Cockpittür zu entriegeln.
Passagiere und Besatzungsmitglieder drangen daraufhin ein und überwältigten den Angreifer. Ein zufällig anwesendes zweites Pilotenpaar an Bord landete die Maschine anschließend sicher im saudi-arabischen Tabuk. An Bord waren 174 Menschen, zumeist Israelis. Beide Piloten wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Als Reaktion auf den Vorfall will Israel die Kontrollen ausländischer Piloten verschärfen.

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