Tränengas eingesetzt
Rechtsextreme Krawalle nach Zugunglück in Spanien
Nach dem tragischen Zugunglück mit fast 70 Toten in Spanien haben rechtsextreme Gruppen vor dem Transportministerium in Madrid protestiert. Dabei kam es zu Spannungen zwischen Teilen der rund 1500 Demonstranten und der Polizei, wie der Fernsehsender TVE berichtete. Die Beamten setzten schließlich Tränengas ein, um die Demonstration aufzulösen.
Der Protest richtete sich gegen die Regierung des sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez und dessen Verkehrsminister Óscar Puente, bei denen die Kundgebungsteilnehmer die Verantwortung für das Zugunglück in der Provinz Toledo sehen. Aufgerufen zu der Demonstration hatte die ultrarechte Falangistische Jugend auf sozialen Medien. Andere rechtsgerichtete Gruppen schlossen sich dem Protest an.
Hier sind die chaotischen Szenen in Madrid zu sehen:
Regierung am Pranger
Vor der vorgezogenen Parlamentswahl vom 29. November hatte es nicht lange gedauert, bis Oppositionspolitiker der linken Regierung die Schuld am Unglück gaben. „Korruption tötet“, die Regierung sei kriminell, sagte etwa der Chef der rechtspopulistischen Partei Vox, Santiago Abascal. Mehrere Experten wiesen Spekulationen als „verfrüht“ zurück. Oscar Carballo von der Ingenieurkammer sagte zu dem TV-Sender RTVE: „Theoretisch ist es unmöglich, dass ein Zug auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke auf einen anderen auffährt.“
Unglücksursache noch nicht geklärt
Bei dem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge kamen mindestens 68 Menschen ums Leben. Die genaue Ursache der Kollision ist noch nicht geklärt. Verkehrsminister Puente deutete menschliches Fehlverhalten als mögliche Erklärung an. Doch ob sich dies erhärtet, müsse eine Untersuchung klären.

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