Ein Anrainer beklagt, dass in Forchtenstein oft viel zu schnell gefahren wird. Beim Land bewertet man die Daten jedoch anders.
Seitdem die Hauptstraße in Forchtenstein erneuert wurde, wird dort schneller gefahren – das sagt zumindest ein Anrainer, der sich jetzt für Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduktion einsetzt. Er verweist dabei auf Zahlen, welche im Zuge einer Verkehrszählung im heurigen März vom Land erhoben wurden. Fast 5000 Fahrzeuge fahren laut dieser im Schnitt pro Tag durch die Ortschaft. Und viele davon fahren teilweise deutlich schneller als erlaubt, sagt der Betroffene mit Verweis auf diese Daten.
„Genau in diesem Abschnitt liegen ein Kinderspielplatz und mehrere Betriebsausfahrten. Auf dem Gehweg sind täglich viele Kinder unterwegs, aus den Betrieben fahren Mitarbeiter auf die Straße. Dazu kommt die Lärm- und Abgasbelastung für die Anrainer“, wird erklärt. Der Forchtensteiner spricht sich daher für ein Geschwindigkeitsmessgerät sowie für eine Tempo-30-Zone beim Spielplatz aus.
Radargerät war auf Strecke im Einsatz
Beim Land verweist man hingegen darauf, dass die erhobenen Daten vor allem der Verkehrszählung dienten und weniger auf die Geschwindigkeitsmessung ausgerichtet waren. Der überwiegende Teil der Verkehrsteilnehmer habe sich demnach im Rahmen bewegt, was das Tempo anbelangt. Weiters wird betont, dass es an der Strecke einen Punkt gibt, an dem heuer immer wieder per Radargerät gemessen – und auch gestraft – worden sei.
Die Gemeinde könne zusätzlich ein Radargerät des Landes zur Geschwindigkeitsmessung anfordern, heißt es. Bezüglich Tempo 30 wird darauf verwiesen, dass es seit 2024 ein vereinfachtes Verfahren für Gemeinden gibt, um solche Beschränkungen zu verordnen.
Umbau für Verkehrssicherheit
Bürgermeister Alexander Rüdiger Knaak erklärt, dass durch den Umbau der Straße die Fahrbahnbreite deutlich verringert worden sei. Dadurch könne der subjektive Eindruck entstehen, dass jetzt schneller gefahren werde, als vorher auf der breiten Straße. Aber gerade der Umbau habe das Ziel gehabt, die Verkehrssicherheit in dem Bereich zu erhöhen. Knaak zeigt sich ergänzenden Geschwindigkeitsmessungen gegenüber nicht abgeneigt.
Hinsichtlich einer möglichen 30er-Zone verweist er darauf, dass es bereits Erhebungen gebe, auf weiteren Abschnitten in der Gemeinde das Tempo zu drosseln. Für den Bereich beim Spielplatz hätten die bisherigen Untersuchungen aber keinen Bedarf gezeigt.
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