Das Bettenmanagement für Pflegeheime im Burgenland wird künftig vom Land zentral organisiert. Transparenz, Qualität der Plätze und die Einbindung der Familien sollen dabei weiter gewährleistet sein. Das Modell wird aber zunächst als Pilotprojekt getestet.
Die Vorbereitungen für das zentrale Bettenmanagement laufen beim Land auf Hochtouren. „Das neue System soll so rasch wie möglich auf den Weg gebracht werden“, erklärt Landesrat Leonhard Schneemann (SPÖ). Um die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, muss zuvor aber ein Beschluss im Landtag erfolgen. Ob es sich dieser heuer noch ausgeht, ist derzeit offen.
Verfügbare Betten in Online-Datenbank
Mit dem neuen System soll das Land die volle Steuerung und Verantwortung übernehmen. Das Herzstück bildet eine landesweite Online-Datenbank, die alle verfügbaren Pflegebetten in Echtzeit zusammenfasst. Die Vergabe verläuft nach verbindlichen, fachlich geprüften Kriterien. Jeder Einzelfall wird individuell geprüft. Wünsche bezüglich Standort, Spezialisierung oder familiärer Nähe sollen direkt in die Entscheidung einfließen.
„Pflege darf kein Glücksspiel sein“, meint Schneemann. Mit dem zentralen Bettenmanagement garantiere man im Burgenland künftig absolute Transparenz, objektive Qualität und die volle Einbindung der Familien bei der Vergabe.
Pilotphase soll zeitnah umgesetzt werden
Bevor das Modell landesweit ausgerollt wird, soll es zunächst erprobt werden. Ein Pilotprojekt wird gemeinsam mit den Altenwohn- und Pflegeheimen der Sozialen Dienste Burgenland umgesetzt. „Dabei geht es darum, erste Erfahrungen zu sammeln und Abläufe bei Bedarf gezielt nachzujustieren und zu adaptieren“, erläutert der Landesrat.
Die Träger würden in den Umsetzungsprozess eingebunden, damit ihre Expertise und ihre Anforderungen bestmöglich berücksichtigt werden können. Laut Schneemann werde damit eine solide Grundlage geschaffen, um das Modell danach schrittweise auf das ganze Land auszurollen. Schließlich gehe es auch darum, die Abläufe der beteiligten Träger zu vereinfachen. Durch die zentrale Erfassung verfügbarer Betten können Mehrfachabfragen und aufwendige Abstimmungen reduziert werden, was eine Zeitersparnis und geringeren organisatorischen Aufwand bedeutet, ist der Landesrat überzeugt.
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