Wenn große Salzburger Unternehmen erweitern möchten, müssen sie auf jahrelange Verfahren eingestellt sein. Viele Salzburger Beispiele aus den vergangenen Jahren zeigen, dass es ein harter Kampf ist. Sei es aus politischen oder naturschutzrechtlich Motiven.
Oft sind es überbordende Verfahren oder politische Grabenkämpfe, die den Ausbau von heimischen Unternehmen jahrelang verzögern. Gerade hat das der Sonnenschutz-Spezialist Schlotterer in Adnet zu spüren bekommen. Sein Werk 3 – geplant für Firmenwachstum und mehr Produktionseffizienz – darf vorerst nicht gebaut werden. Einem Einspruch einer Anrainerfamilie wurde stattgeben. Das Projekt liegt nach fünf Jahren weiter auf Eis. Dabei geht es um 700 neue Arbeitsplätze. Das hat FPÖ-Chefin Marlene Svazek auf den Plan gerufen. Sie fordert von der Bundespolitik nicht nur die Novellierung der Gewerbeordnung, sondern auch von den Genehmigungsverfahren dahinter. Schutzinteressen müssten dabei abgewogen werden. Sonst sei der Standort gefährdet.
Beispiele für lange Verfahren – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen – gibt es in Salzburg genug. So plagte sich der Spar-Konzern mehr als zehn Jahre mit der Erweiterung des Europarks umher. Erst im Jänner 2026 folgte der Baustart auf ehemaligen Parkflächen. Im Gewerbegebiet im Salzburger Stadtteil Schallmoos plante das Transportunternehmen Gebrüder Weiss den Ausbau der Lagerkapazität am Standort. Anrainerproteste und Naturschutz sorgten für Verzögerungen.
Nach acht Jahren wurde mit dem Bau im vergangenen Jahr begonnen. Krangigant Palfinger ging noch weiter und verließ nach Uneinigkeiten beim Ausbau der Firma die Stadt und übersiedelte 2015 nach Bergheim.
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